Brimstone Coven – Brimstone Coven

| 29. Juli 2014 | 0 Comments

Brimstone Coven

West Virginia, Mountain Ma… – vollkommen egal, denn von folkiger Idylle halten Brimstone Coven aus Wheeling herzlich wenig. Das 2011 gegründete Quartett versteht sich auf Dark Occult Rock, ein überaus retrolastiger Sound zwischen Hardrock und Doom, der schon mal an Black Sabbath oder Pentagram erinnert. Nach der Veröffentlichung des zweiten Albums, schlicht „II“ betitelt, unterschrieb man bei Metal Blade, wo eben jene Platte komplett neu gemastert wurde. Gemeinsam mit der Debüt-EP als Bonus erscheint das 17 Tracks starke „Brimstone Coven“ international.

Viel Musik für wenig Geld, das ist natürlich eine Gratwanderung. Ist die dargebotene Mischung etwa zu viel des Guten? Freilich muss man sich die Highlights aus dieser schieren Masse erst herauspicken, findet derer aber gleich zu Beginn en masse. „Cosmic Communion“ eröffnet mit schlichtem Sabbath-Groove, herrlich okkultem Gesang von John Williams und furztrockener Produktion. Originell ist das keineswegs, schon gar nicht der mehrstimmige Refrain mit zahlreichen 70s-Referenzen und kleineren Soli, doch im Endeffekt stimmt die Zusammenstellung, macht die Präsentation in all ihrem Gewirr an Zitaten von vorne bis hinten Sinn.

„Behold, The Anunnaki“ macht souverän weiter, knüpft nahtlos an den Opener mit Schwermut und Iommi-Riffing in Dauerschleife an. Schon hier zeigt sich, dass Brimstone Coven dann am besten sind, wenn sie ihre Arrangements in die Länge ziehen. „Lord & Master“ und vor allem das bleierne, süffige „The Folly Of Faust“ packen fest zu, schütteln ordentlich durch und lassen nicht mehr los. In der Zwischenzeit füllen Räucherstäbchen die Abendluft, die Debüt-EP setzt ein mit reduzierter Instrumentierung und einem gewissen Hang zu Blues („Son Of The Morning“) – beseelt, schwerfällig, bedrückend.

„Brimstone Coven“ ist eine jener Platten, die ihren Hörer einlullt, in falsche Sicherheit wiegt und schließlich Schritt für Schritt den Widerstand bricht. Betrachtet man die einzelnen Bestandteile für sich, ist dieser internationale Einstand eine matte, relativ unspektakuläre Sache ohne große Überraschungen. Je länger man diese 69 Minuten – wohlgemerkt am Stück – durchlaufen lässt, desto besser werden sie. Auch wenn sich auf Gesamtlänge einiges an Verschnitt und Füllmaterial eingeschlichen hat, auch wenn es wenig Originelles zu hören gibt: Brimstone Coven wissen zu unterhalten.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 01.08.2014
Erhätlich über: Metal Blade (Sony Music)

Facebook: www.facebook.com/brimstonecoven

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Category: Magazin, Reviews

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