Serpent Eater – Hyena

| 12. Dezember 2013 | 0 Comments

Serpent Eater

Pünktlich zu Weihnachten geht die Welt unter. Dieses Mal haben die Maya Pause, denn umgedrehte Kreuze und tiefschwarzer Hardcore Punk sorgen 2013 für einen amtlichen Arschtritt zum Jahresausklang. Serpent Eater aus Köln spielen seit Anfang 2012 in diesem Lineup zusammen und bestehen aus Mitgliedern von Bands wie Hammerhead, Tumult, Daskrill und Throats. Nach ihrer 7-Song-CD, die im September über das DIY-Label Ecocentric erschien, folgt nun die LP „Hyena“ via Alerta Antifascista.

Mit mächtigen Growls und angenehm entstellen Gitarren nimmt „Hyena“ Fahrt auf. „Ebola“ eröffnet die Platte mit vergleichsweise besonnenem Aufbau, gemächlichem Riffing und Midtempo-Grooves. Urplötzlich legen Serpent Eater einen imaginären Schalter um und leben ein Maximum an Dynamik aus, paaren rasend schnelle Abfahren mit bedeutungsschwangerem Groove. Gerade wenn die Kölner – scheinbar unkontrolliert, wohl aber geschickt berechnend – um sich schlagen, steigt die Spannung. In „Leitmotif“ tauchen überdies Black Metal-Elemente und ein Hauch von verkapptem Rock’n’Roll auf – eine mörderische Kombination, an die bestenfalls der ellenlange Doom-Mittelteil des Titeltracks „Hyena“ heranzureichen vermag.

Knapp 30 Minuten Spielzeit – eigentlich viel zu kurz, um etwas anzurichten, im Fall von „Hyena“ genau richtig. Serpent Eater schlagen mit ihrem Alerta Antifascista-Debüt wild um sich, scheinen ihren imaginären Zug entgleisen zu lassen, nur um sich im letzten Moment zu fangen. Die Mischung aus geschwärztem Hardcore Punk, Black Metal und einer Prise Doom ist kaum neu, wurde aber selten so sauber auf den Punkt gebracht wie im Fall dieser Kölner Band. Eben ein smarter Arschtritt zur besinnlichen Zeit.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 15.12.2013
Erhätlich über: Alerta Antifascista Records

Facebook: www.facebook.com/SerpentEater

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Category: Magazin, Reviews

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