Rise Above Dead – Stellar Filth

| 2. Dezember 2012 | 0 Comments

Rise Above Dead

Wenn es um bleiernen, schweren Hardcore und leicht verkurstete Post Metal-Exkurse geht, ist mittlerweile auch Italien nicht mehr weit mit einem kleinen aber feinen Feld an talentierten Bands. Rise Above Dead gibt es erst seit 2009 – Zeit genug, um bereits den dritten Schlagzeuger an Bord zu haben. Ihr Sound, der in etwa mit Planks, Amenra und – schon wieder – Isis vergleichbar ist, wurde erstmals auf der vor zwei Jahren in Eigenregie veröffentlichten EP „Human Disintegration“ vorgestellt. Mittlerweile hat man mit Moment of Collapse ein Label im Rücken und veröffentlicht das von Lorenzo Stecconi (Ufomammut, Lento) abgemischte Debütalbum „Stellar Filth“.

Wie die Wahl des Mixers bereits vermuten lässt, geben sich die fünf Mailänder auf ihrem Full-Length-Einstand entsprechend mächtig und donnernd. „Hide And Weep“ eröffnet mit ordentlich Biss, nach Verwesung riechenden Gitarren und Andrea Rondaninis fiesen Growls, gelegentlich eine Spur zu abgehackt, beinahe gehetzt. Während die Vocals also intensiv, wohl aber zu hektisch präsentiert werden, punktet die Instrumentalfunktion mit Drone-artigen Klängen, einer stoisch agiernden Rhythmusabteilung und melodischen Zwischenspielen, die mit dezenten Prog-Querverweisen vereinzelte Sonnenstrahlen durch Nebelbänke scheinen lassen. Das kaputte, stark entstellte Gitarrensolo nach knapp sechs Minuten Spielzeit bringt die Schizophrenie der Italiener auf den Punkt.

In ähnlicher Gangart geht es weiter: „Light Release“ vermengt frostige Immortal-Atmosphäre mit nachdenklichen Alcest-Gitarren, „Bury Them In Dust“ überrascht mit einem Hauch Elektronik im obligatorischen Breakdown und „A Thousand Thorns“ bringt als zunächst zäher, in weiterer Folge jedoch beinahe punkiger Rausschmeißer das Album auf den Punkt. Einzig „End Of A Kingdom“ kommt anfangs nicht so recht in Fahrt, ist so etwas wie der kleine Durchhänger kurz vor Schluss. Davon darf man sich jedoch nicht irritieren lassen: „Stellar Filth“ ist, wie der Titel bereits besagt, herrlich dreckig, stellenweise sogar herausragend. Einzig Rondaninis Vocals können noch ein wenig Arbeit vertragen – schlecht sind sie keineswegs, der Frontmann von Rise Above Dead schafft es jedoch nur selten, die Intenstität des Moments vollends auszukosten.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 05.10.2012
Erhätlich über: Moment of Collapse Records (Broken Silence)

Website: www.riseabovedead.com
Facebook: www.facebook.com/riseabovedead

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Category: Magazin, Reviews

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