Aeon – Aeons Black

| 15. November 2012 | 0 Comments

Aeon

Wenn es um besonders finsteren, klassischen Death Metal geht, blickt man beinahe automatisch nach Schweden. Dort kommt auch das Quintett Aeon her, eine waschechte Liveband, die unter anderem mit Cannibal Corpse, Hate Eternal und Misery Index durch die Lande zog. Für den Nachfolger von „Path Of Fire“ zog man sich im Juni für knapp drei Wochen in das Empire Studio in Östersund zurück, um elf neue Songs (und diverse Interludes) einzuprügeln. „Aeons Black“ heißt die neue Langrille und bringt das rasante Treiben der Skandinavier musikalisch auf den Punkt.

Zwischen Brachialgewalt und der gelegentlich eingesetzten feinen Klinge bewegt sich der Opener „Still They Pray“, eine waschechte musikalische Urgewalt, voran getrieben von Rückkehrer Arttu Mallkis High-Speed-Drumming und dem fiesen Gekeife Tommy Dahlstöms, das nur für kleinere, technisch anspruchsvolle, leicht abgedrehte Soli Platz macht. In dieser Gangart geht es weiter, wobei es auch schon mal ein wenig abwechslungsreich sein darf. „Garden Of Sin“ wirkt mindestens so brutal und ungeschliffen wie der Einstieg in „Aeons Black“, reduziert das Tempo jedoch deutlich und groovt betont manisch. Der Toxic Waltz von Exodus trifft dabei auf Entombed’sche Präzision.

Highlights gibt es en masse, beispielsweise das als Song getarnte Geballer von „Maze Of The Damned“ oder „Nothing Left To Destroy“, ein über fünf Minuten langer Gewaltakt, der gelegentliches Verschnaufen bestenfalls andeutet. Zwar sind die eingangs erwähnten Interludes bei derart hohem Tempo notwendig, fallen aber unnötig kalt und computerisiert aus. So organisch das Album insgesamt auch produziert ist, so klinisch wirken die Übergänge. Immerhin hält sich die Menge an Füllmaterial in Grenzen, im Gegenteil: „Aeons Black“ zeigt Aeon für ihre Verhältnisse abwechslungsreich und besonders fies. Gerade wenn in so manchem Moment der Doublebass ihre wohl verdiente Ruhe zuteilwird und die Schweden schwerfällige Midtempo-Geschütze auffahren, glänzt ihr Todesstern besonders hell. Gerade davon darf es gerne noch mehr geben.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 16.11.2012
Erhätlich über: Metal Blade (Sony Music)

Website: www.aeon666.com
Facebook: www.facebook.com/aeon666

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Category: Magazin, Reviews

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