*Ancients – Star Showers On The Euphrates

| 2. September 2012 | 0 Comments

*Ancients

Das Ende der britischen Post Metal-Hoffnungsträger Rinoa war gleichermaßen Anfang für eine neue Institution in einem ähnlich gearteten musikalischen Feld. Gemeinsam mit Sänger Mehdi Safa (*shels, Mahumodo) und Schlagzeuger Daniel Hoang (Crydebris) gründeten Matthew Holden und David Gumbleton *Ancients, die den Asterisk erst seit einem Monat in ihrem Bandnamen tragen. Was die binnen kürzester Zeit ausverkaufte Single „Constellations“ im vergangenen Jahr bereits andeutete, entpuppt sich auf dem Debütalbum „Star Showers On The Euphrates“ nun als wahr gewordenes Versprechen: Mit den Briten ist im Ambient-lastigen Post-Rock- / -Metal-Sektor auf jeden Fall zu rechnen.

Besagtes „Constellations“ wurde in die Mitte des fünf Songs (plus Bonus Track) starken Albums platziert und funktioniert auf dieser Position blendend. Der Aufbau ist typisch: langer, spärlich instrumentiertes Hinarbeiten, große Explosion, leichter Nachhall. Prunkstück ist mit Sicherheit Safas glockenheller Gesang, der vor allem in den gedoppelten Passagen unter die Haut geht und, wohl auch um dessen herausragenden Klang zu ’schützen‘, nur spärlich eingesetzt wird. Der Opener „Satellites“ hebt beispielsweise erst nach knapp drei Minuten halbwegs ab, ist zuvor sehr ruhig und unscheinbar; man möchte beinahe schon abschalten, weil nichts zu passieren scheint. Dann jedoch explodieren *Ancients mit ätherischen Vocals, epischen Gitarrenklängen und einer stoisch marschierenden Rhythmusabteilung in bester Post Rock-Manier.

Auch der Rest des Albums bietet ähnlich gelagerte Kost. „Arcturus“ mit seinen knapp vier Minuten Spielzeit ist so etwas wie der Radiotrack des Debüts, wohl aber um einiges intensiver als der Ambient-Exkurs „Icarus“, die einzige wirkliche Schwachstelle auf „Star Showers On The Euphrates“. „Cassiopeia“ mit seinem unheimlich dichten Sound nach der obligatorischen Explosion geht dafür unter die Haut, sorgt für kalte Schauer, die immer wieder den Rücken rauf und runter kriechen. Das *Ancients-Debüt zündet erst spät, dann dafür so richtig. Auch wenn sich die erhabenen härteren Passagen in ihrer Struktur ein wenig ähneln, begeistert die Mischung aus Mehdi Safas einzigartigem Gesang und der klassischen, Ambient-lastigen Herangehensweise immer wieder. Diese Klasse durchgehend zu halten und noch mehr Dynamik auf Albumlänge zu fördern, wird die große Aufgabe für künftige Veröffentlichungen sein.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 17.08.2012
Erhätlich über: *Shelsmusic (Indigo)

Facebook: www.facebook.com/ancientsmusicuk

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Category: Magazin, Reviews

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