Beneath The Massacre – Incongruous

| 21. Februar 2012 | 0 Comments

Beneath The Massacre

Über Beneath The Massacre muss man keine großen Worte mehr verlieren. Die Kanadier haben sich binnen kürzester Zeit als Fixstern am Tech Death Metal-Himmel etabliert und verstehen es auf besonders wahnwitzige Art, hohes Tempo mit präziser Griffbrett-Vergewaltigung zu paaren. Dreieinhalb Jahre nach ihrem letzten Album „Dystopia“ – dazwischen wurde die starke EP „Marée Noire“ durch den Äther gejagt – erscheint nun „Incongruous“, das zwar keine großen Überraschungen bietet, dafür den Wahnsinn der Herren aus Montreal auf die bisherige Spitze treibt.

32 Minuten lang zerlegen die Kanadier alles, was ihnen in die Fänge kommt, auf gewohnt brutale und filigrane Art und Weise. „Symptoms“ eröffnet mit waschechter Griffbrett-Wichserei und leckerem Zernudelcore, bevor Elliot Desgagnés seine tödlichen Growls über das Full Metal Jacket-Arrangement stülpt und die Rhythmusabteilung den Song durch den Fleischwolf dreht. „Left Hand“ beweist hingegen, dass Beneath The Massacre auch relativ straight ballern können, bevor sie sich in verschiedenste Breakdowns und Tempowechsel stürzen. „It“ mit seinem Arnie-Sample und das sympathisch kaputte „Damages“ kurz vor Schluss treiben den Wahnsinn der Tech-Experten auf die Spitze. Gerade bei letzterem Track taucht zwischendurch ein Hauch von infernaler Melodie auf, die ein wenig an den Kataklysm-Groove erinnert.

Verändert hat sich, wie bereits erwähnt, herzlich wenig bei Beneath The Massacre. Auf ihrem dritten Studioalbum agieren sie noch eine Spur brutaler, präziser und abgedrehter, was vor allem für Freunde abgedrehter Griffbrett-Akrobatik ein wahrer Leckerbissen ist. „Incongruous“ profitiert aber nicht nur vom messerscharfen Songwriting, sondern ebenso von Chris Donaldsons (u.a. Cryptopsy) Produktion und Alan Douches‘ (The Black Dahlia Murder) Mastering – fetter und in den anspruchsvollen Parts klarer geht es kaum. Gerade der in kleinen Dosen auftretende Hauch von Melodie ist die Würze dieser Platte. Die Kanadier schließen hiermit verdientermaßen zu den Veteranen des Genres auf.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 24.02.2012
Erhätlich über: Prosthetic Records (Sony Music)

Facebook: www.facebook.com/beneath-the-massacre
Myspace: www.myspace.com/btm

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Category: Magazin, Reviews

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