Alcest – Les Voyages De L’Âme

| 8. Januar 2012 | 0 Comments

Alcest

In seiner Umtriebigkeit ist Neige kaum zu stoppen. Neben Old Silver Key, Amesoeurs und Lantlôs gibt es nun wieder neues Material von Alcest. Nachdem im vergangenen Jahr die EP „Le Secret“ neu aufgelegt und der Track „Autre Temps“ als 7″ vorab veröffentlicht wurde, ist nun bereits ein Nachfolger zum 2010er-Werk „Écailles De Lune“ erhältlich. Auf „Les Voyages De L’Âme“ (dt. „Die Reisen der Seele“) reist Neige durch seine eigene Kindheit und Jugend, während er – quasi im Vorbeirauschen – die unheilige Allianz von Post Black Metal und Shoegaze noch weiter intensiviert.

Wie kein Zweiter versteht es Neige, seine klare Leadgitarre bedrohlich nahe in Richtung Kitsch zu steuern, ohne diese kritische Grenze zu überschreiten – dafür gibt es das etwas gewöhnungsbedürftige CD-Cover in Jugendstil-Optik. Stattdessen nimmt der Franzose den Hörer mit auf eine Reise durch Zeit und Raum, die mit dem himmlischen, vorab veröffentlichten „Autre Temps“ ihren Lauf nimmt, getragen von verspielten Post Rock-Klängen und majestätischer Erhabenheit. In „Là Où Naissent Les Couleurs Nouvelles“ hingegen setzt es ein kleines Black Metal-Break, in dem sich Neige ein wenig zu den Wurzeln des Genres zurückbewegt. Mehr Schmerz und Wut kann man in klassische Growls kaum packen, auch wenn dieser Part angesichts neun Minuten langer Magie verschwindend gering erscheint – der manische Ritt gen Outro, fernab jeglicher Schwerkraft, ist das tatsächliche Highlight dieses Monsters.

Im Prinzip erweist sich jeder der sieben Songs – das zweiminütige Instrumental „Havens“ wird bewusst ausgeklammert – als Ansammlung von magischen Momenten, gleichermaßen erhaben wie mächtig. In „Faiseurs De Mondes“ tritt der Franzose gerade zu Beginn das Gaspedal durch und erinnert dabei ein wenig an Wolves In The Throne Room, während das finale „Summer’s Glory“ den gesamten Wahnsinn dieser epischen Platte auf acht abwechslungsreiche Minuten kondensiert. Mit „Beings Of Light“ haben sich Neige und sein entfesselter Drummer Winterhalter jedoch selbst übertroffen: Zwischen fiesem, schwarzmetallischen Geknüppel, elegischen Shoegaze-Flächen und einem Abgang, der den Isländern Sigur Rós mehr als nur gerecht wird halten die Franzosen eben jenen Wahnsinn fest, der die Magie dieser Band ausmacht.

Ohne Frage stellt „Les Voyage De L’Âme“ nicht nur das bislang beste Alcest-Album dar, es ist auch der Höhepunkt von Neiges Schaffen. Wo „Souvenirs D’Un Autre Monde“ noch etwas zu verworren und „Écailles De Lune“ in punkto Songabfolge unsortiert war, erweist sich der Drittling als wahre Punktlandung. Auch wenn der Gitarrensound an manchen Stellen einen Hauch grenzwertig ist, machen die behutsam aufgeschichteten Klangwände dieses kleine Manko locker weg. Gerade im Übergang von spartanisch eingesetztem Geknüppel zu elegischen Shoegaze-Meeren brillieren Alcest. „Les Voyage De L’Âme“ ist wie von einem anderen Planeten, ein echtes Juwel, eine ätherische Reise durch Natur und Seele.

Wertung: 9/10

Erhältlich ab: 06.01.2012
Erhätlich über: Prophecy Productions (Soulfood Music)

Website: www.alcest-music.com
Facebook: www.facebook.com/alcest.official

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