The Anix – Sleepwalker

| 11. September 2011 | 0 Comments

The Anix

Auch wenn die neue Platte von den Electro-Rockern The Anix als Zweitwerk vorgestellt wird, so hat das Trio aus Kalifornien bereits eine Handvoll an Releases vorzuweisen. Aber erst mit dem im Jahre 2008 erschienenen Werk „Demolition City“ konnte man auch in Europa etwas Aufsehen erregen. Die norwegischen Synth-Rocker von Apoptygma Berzerk nahmen die Jungs sogar auf ihre Europa-Tour mit. Nun gilt es mit dem neuesten Streich „Sleepwalker“ die Electro-Flamme am Lodern zu halten.

Laut Mastermind Brandon Smith, der mittlerweile auch Gitarrist der oben erwähnten Norweger ist, sind die Songs auf „Sleepwalker“ das Ergebnis schlafloser Nächte in einsamen Hotelzimmern, im Tourbus oder rund um den Globus. Zusammen mit Inspirationsquellen wie düstere Hollywood-Streifen der Marke „The Crow“ und „The Dark Knight“ bildet das die idealen Vorrausetzungen für ein stimmiges, emotionsgeladenes Electro-Rock-Album. Hinzu kommen diverse musikalische Einflüsse – angefangen bei Muse und 30 Seconds To Mars, bis hin zu IAMX und Apoptygma Berzerk.

Sei es beat-lastiger, tanzbarer Electro-Pop („Warning Signs“, „Resident One“, „In The Dark“) oder fette Industrial-Rocker mit ordentlichem Wumms („Enemy Eyes“, „Cry Little Sister“) – man findet alles, was das synthetische Herz höher schlagen lässt. „In The Dark“ und „Long Way Out“ gibt es übrigens schon auf dem Vorgänger „Demolition City“, wurden aber für „Sleepwalker“ neu arrangiert und eingespielt. „Take My Future“ ist mit seiner ausladenden Keyboard-Wand im Refrain eine echte Hommage an die Briten von Muse. Der Titeltrack glänzt mit knackigen Drum-Beats und einem genial spacigen Refrain.

Bei „In The End“ bekommt man das Gefühl. als hätte Jared Leto persönlich ein paar Gesangslinien beigesteuert. Ein absolutes Sahnestück ist den Jungs mit „Glass“ gelungen, zu dem übrigens auch ein sehr schmuckes Video gedreht wurde. Wirkt der leicht Drum’n’Bass-mäßige Anfang noch eher unspektakulär, steigert sich der Song mit dezent eingesetzten Gitarren-Leads und Smiths Semi-Flüstergesang, um beim Refrain den sprichwörtlichen Zug drüber fahren zu lassen. Sowohl instrumental als auch stimmlich bildet „Glass“ eine echte Achterbahnfahrt.

Als ob es mit den zwölf Songs nicht schon genug wäre, kommt die Platte noch in Begleitung einer Bonus-CD inklusive acht Remixen und einer zusammen mit Apoptygma Berzerk aufegenommenen und mehr als gelungenen Cover-Version von „Burn“ von The Cure. Die Remixe sind definitiv eine Frage des Geschmacks, aber hervorzuheben sind der Industrial-Remix von „Enemy Eyes“ (Powerman 5000), der Dubstep-Mix von „Sleepwalker“ (Invader!) und die Trance-Version von „Cry Little Sister“ (Mozart & Friends).

Egal ob poppig oder wuchtig, The Anix halten die Messlatte konstant hoch. Bahnbrechende Innovationen gibt es auf „Sleepwalker“ zwar nicht, aber das fällt nicht weiter ins Gewicht. Die insgesamt zwölf Tracks bilden qualitativ hochwertiges Electro-Rock-Material, welches die Tanzflächen zahlreicher Alternativ-Clubs in null Komma nichts füllen sollte.

Wertung: 9/10

Erhältlich ab: 09.09.2011
Erhältlich über: Cleopatra Records (H’ART)

Website: www.iamasleepwalker.com
Facebook: www.facebook.com/theanix

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Category: Magazin, Reviews

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