SOTO – Origami

| 24. Mai 2019 | 0 Comments
SOTO

(c) Igor Vidyashev – RockXposure Photography

Nach einer Reihe etwas ruhigerer Releases wollte Jeff Scott Soto, aktueller und ehemaliger Frontmann so illustrer Bands wie Sons Of Apollo, Journey, W.E.T., Talisman, Trans-Siberian Orchestra und der Yngwie Malmsteen Band, wieder zu seinen härteren Wurzeln zurückkehren. 2015 rief er SOTO ins Leben, veröffentlichte zwei passable Platten und widmete sich erst einmal diversen Nebenschauplätzen. Nun ist das Quintett mit „Origami“ zurück und zeigt sich in Bestform.

Bereits das eröffnende „HyperMania“ macht Stimmung. Kleinere elektronische Spielereien fremdeln zu Beginn, nur um sich schnell in das druckvolle Arrangement einzubetten. Hymnischer Hard Rock, dicker Heavy Metal und Sotos ikonische Stimme stellen die Zeichen schnell auf Hit. Durchaus druckvolle Zwischenspiele führen unweigerlich in den großen, hymnischen Refrain für die Ewigkeit, von einem überraschend angeproggten Mittelteil gekonnt abgerundet. Ein ähnliches Kapazunder bietet „Dance With The Devil“. Hier findet sich abermals die ideale Mischung aus traditioneller Härte und feinsinniger Moderne, wobei die Gitarren noch eine Portion mehr Druck auf die Waage bringen.

„Origami“ ist der nächste Übersong. Der Titeltrack dieser dritten SOTO-Platte packt ein wenig Theatralik in die Strophen und auch der Chorus bringt herrlich beschwörende Töne mit sich, während die durchaus fiesen Double-Bass-Salven für sympathisches Kontrastprogramm sorgen. Es ist dies der vielleicht härteste Song des Albums, und ein richtig guter noch dazu. Aber auch die etwas getrageneren, nachdenklichen Töne stehen dem Quintett gut. „Give In To Me“ spielt mit Melancholie, „Torn“ entpuppt sich als bekömmliche Ballade und „BeLie“ experimentiert geschickt mit nachdenklicher Düsternis.

Zehn kurzweilige Songs (die Erstauflage der CD-Version kommt mit einem Bonus-Track) in einer knappen Dreiviertelstunde servieren vertraute und doch angenehm frische Kost. „Origami“ wirkt zeitweilig wie eine Rundreise durch Jeff Scott Sotos illustre Karriere, hörbar von Sons Of Apollo beeinflusst und teils unerwartet heavy. Dicke Gitarrenwände, hymnische Zwischenspiele und verhalten proggige Einschübe machen die dritte SOTO-Platte zur bislang besten und zeigen den Chef selbst abermals in bestechender Form.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 24.05.2019
Erhältlich über: Inside Out Music (Sony Music)

Website: sototheband.com
Facebook: www.facebook.com/SOTOofficial

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Category: Magazin, Reviews

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