Space Coke – L’appel Du Vide

| 4. Dezember 2018 | 0 Comments
(c) Space Coke

(c) Space Coke

Wo kommt der gute Stoff her? Natürlich aus den USA, genauer gesagt: South Carolina. Aus der Bundeshauptstadt Columbia stammt das herrlich schräge Quartett Space Coke, das sich auf psychedelische Gitarrenmusik mit mächtigem Retro-Einschlag versteht. Auf zwei starke EPs folgt nun das Debütalbum „L’appel Du Vide“, eine Sammlung allerlei schräger Töne mit einem thematischen Horizont von hinduistischer Mythologie bis zu Crowley’schem Okkultismus.

Der eröffnende Titelsong bringt den Wahnsinn der Band prima auf den Punkt. Nach einem kurzen cineastischen Zitat – diese tauchen in rauer Menge auf – stürzt sich ein feinsinniges Riff in den wilden Psych-Sumpf. Ordentlich Distortion, eine heulende Hammond-Orgel und komplett entrückte Vocals bewegen sich irgendwo zwischen Sein und Schein. Die 70er Jahre feiern in diesen ersten sechs Minuten ein kleines Revival, begleitet von furztrockenen Desert-Untertönen und einer wahren Gitarrenwand. Klar, das hat man in dieser Form schon ein paar Mal gehört, macht aber dennoch Laune.

In weiterer Folge schlägt das Pendel in so ziemlich jede Richtung aus. „Venus In Furs“, im Original von Velvet Underground, bemüht sich um reduzierte Düsternis und betont die okkulte Seite der Band – ein netter Einfall, der Funke will jedoch nicht so recht überspringen. Das gelingt wesentlich besser im manischen „Kali Ma“, das mit jedem Umlauf ein Stück wilder, verquerer, aggressiver wird. Vielleicht geht „Thelemic Ritual“ als Herzstück der Platte durch, denn hier kollidieren sämtliche musikalischen Ideen auf spektakuläre Weise, begleitet von ordentlich Druck. Was es allerdings mit dem blutleeren, unpassenden Stevie Wonder-Cover „Evil“, einer Co-Produktion mit Sängerin Deborah Adedokun und dem Noise-Projekt Xothun, auf sich hat, bleibt offen. Hätte man sich locker sparen können.

Gewisse Abzüge in der B-Note lassen sich nicht vermeiden, dafür wagen sich Space Coke gelegentlich zu weit hinaus und tanken sich, komplett überdreht, durch kauzige Psych-Randgebiete ohne nennenswerten Mehrwert. Wenn das US-Quartett allerdings den Fokus auf mächtige Jams legt, wird „L’appel Du Vide“ zum bärenstarken Kleinod für Genre-Fans. Noch zeigt sich die Band eine Spur zu unbeständig, und doch lässt sich ein gewisses Potenzial nicht absprechen.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 06.12.2018
Erhältlich über: Mystery School Records (Download-Album)

Facebook: www.facebook.com/SpaceCokeSC

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Category: Magazin, Reviews

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