Ancst – Abolitionist

| 13. November 2018 | 0 Comments
Ancst

(c) Lifeforce Records

Die überaus umtriebigen Ancst präsentieren bereits ihr viertes Kleinformat in diesem Kalenderjahr. Zwischen Black Metal, Blackened Crust und ein wenig Ambient angesiedelt, sorgt das Berliner Quintett immer wieder für neue Ausrufezeichen, interessante Kniffe und Variationen. Neuster Release in dieser Reihe ist nun „Abolitionist“, natürlich streng limitiert und in unzähligen Formaten erhältlich. Vier neue Songs haben es auf diese Platte geschafft.

Und eben jene Tracks haben es ordentlich in sich. „Vicious Cycle“ sprintet mit geschmackvoller Brachialgewalt voran und nimmt keine Gefangenen. Von den furiosen, infernalen Vocals über das hohe Tempo bis zu den frostigen Gitarren stimmt an diesem Dreiminüter wirklich alles. „Self-Cleansing“ zeigt hingegen die volle schwarzmetallische Power von Ancst und wechselt schon mal in Midtempo-Gefilde. Das kommt gut und sorgt für klaustrophobe Stimmung. „Fallen Archetype“ und „Degradation & Subordination“, die beiden anderen Songs, definieren sich ebenfalls vornehmlich über Tempo, lassen zudem vereinzelte Crust-Passagen zu und gehen kurzfristig vom Gas für ordentlich Druck.

Im Prinzip bleiben Überraschungen und Aufreger aus, dafür setzt es durch die Bank gutklassiges Material, welches die eine Spur brachialere Seite Ancsts zeigt. Die auf 300 Stück limitierte CD-Version beinhaltet obendrein die gleichermaßen ruppigen wie ausgewogenen Songs der Depravation-Split-Platte. Gewöhnungsbedürftig fällt hingegen der siebenminütige Beitrag zur King Apathy-Split, ein ellenlanger Song mit starker Ambient-Note, aus. Soll aber nicht weiter stören, denn rundherum macht „Abolitionist“ ordentlich Laune mit vier bärenstarken Songs, an denen es überhaupt nichts auszusetzen gibt.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 16.11.2018
Erhältlich über: Lifeforce Records / Yehonala Tapes

Website: ancstcollective.com
Facebook: www.facebook.com/angstnoise

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Category: Magazin, Reviews

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