CELEBRARE NOCTEM MMXVI – Obskurer Black Metal in der Spinnerei Traun

| 21. September 2016 | 0 Comments

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Der Herbst wird heuer ziemlich finster, vor allem wenn der Kulturverein CELEBRARE NOCTEM mit Kerzen und Weihrauch anrückt und zum wahrscheinlich letzten Mal die alljährliche okkulte Messe in der Spinnerei Traun zelebriert, anschließend wird eine neue Location für das Event gesucht. Für die 2016er Ausgabe hat sich das Team umso mehr ins Zeug gelegt, um ein attraktives und wie immer seltenes Black Metal Lineup zu finden anstatt kommerziellen Szene-Granaten die Tore zu öffnen. Wer die bisherigen Feste besucht hat, weiß, dass sich das Celebrare Noctem Fest mittlerweile zu einem familiären und sogar international namhaften Szenetreff etabliert hat.

„Das Ding ist ein verdammtes Höllenwerk“ betitelt metal.de den neuesten Silberling „Svn Eater“ der Briten LVCIFYRE. Tatsächlich überkommt einem das Gefühl, plötzlich frühe Behemoth, Nile, Grave Miasma und Deathspell Omega in einem Song zu hören. Erst im Jahr 2007 gegründet, sind Lvcifyre eindeutig eine frische Band, der man trotz Besinnung auf alte Werte das gewisse Etwas attestieren kann. Noch dazu, wie sollte es anders sein, kommen die Briten mit einer Special Show auf das Celebrare Noctem Fest.

Trotz ihrer sehr limitierten Diskographie wird den US-Amerikanern NEGATIVE PLANE nachgesagt, der qualitativ hochwertigste Black Metal Export aus den US-Staaten zu sein. Ihre Einflüsse reichen deutlich hörbar von Bethlehem zu Mayhem, von Hellhammer über Meryful Fate zu Venom und sogar Necrophagia. Mit „Stained Glass Revelations“ wurde der letzte Silberling vor sage und schreibe fünf Jahren veröffentlicht. Seit diesem Zeitpunkt ist es deutlich leise geworden um die Band und während andere große Acts nur sehr zwanghaft zu ihrer Höchstform zurückfinden, gelingt es den Amerikanern aus Gainesville, Florida sich der Purität ihrer Erscheinung bewusst zu bleiben. Es wird dies die einzige Show heuer in Europa sein!

Der nächste Act, nämlich THE RUINS OF BEVERAST, dürfte erstmals nicht nur Szene-Insidern bekannt sein. Hinter der Band steckt der aus Aachen/NRW stammende Alexander Meilenwald, Ex-Mitglied der Band Nagelfar und Begründer des aufsteigenden Labels VAN Records. Dort wurde auch 2003 die erste Demo „The furious Waves of Damnation“ veröffentlicht. Inhaltlich behandeln The Ruins of Beverast Themen wie Okkultismus, Religion und Krieg. Musikalisch bewegt sich die Band zwischen atmosphärischem Black Metal, Doom und Ambient. Der letzte Auftritt in hiesigen Gefilden wurde auf der Sommer-Sonnwend 2013 auf der Salzburger Neudegg-Alm – gemeinsam mit Primordial und Secrets Of The Moon – absolviert, wo für den Soundtrack zur düster-heidnischen Stimmung gesorgt wurde. Hier kommen definitiv keine Frühlingsgefühle auf aber hört selbst!

Ein Bandname, der bereits alles verrät: OBSCURE BURIAL aus Finnland liefern schwärzesten Death Metal der ganz alten Finnenschule, gespielt mit Leidenschaft und garantiert ohne Fingerspitzengefühl. Das alles von einer Band, die erst 2012 ihre erste Demo „God’s Abomination“ veröffentlicht hat und gleich 2013 auf dem Prag Death Mass Festival ihre Anhänger fand.

Der aktuelle Silberling „Genesis“ der Schotten LUNAR MANTRA hat durch seine konsequent durchgezogene Monotonie und die stimmungsvoll eingesetzten Elemente aus Ritual und Ambient beinah etwas mystisch und hypnotisches an sich, das zwar erst nach mehrmaligem Durchhören in seinen Bann zieht, dann aber den kalten Schauer über den Rücken laufen lässt. In dieser Intensivität werden sie auch live beim ersten Österreich-Gig überhaupt sehbar und spürbar sein.

Die aus Tel Aviv stammenden MORTUUS UMBRA befinden sich auf ihrer ersten Minitiour durch Europa und nehmen auch Halt in der Spinnerei Traun. Zuvor konnte man die Israelis nur auf dem Oration Fest in Island bestaunen. Man spricht in Insiderkreisen von einer Mischung aus schwedischer und französisch-orthodoxer Black Metal Schiene, die hier geboten wird. Knallharte Blastbeats, böses Riffing und Killer Vocals sind zwar Hauptbestandteil, sind aber umhüllt mit einem mystisch, finsterem Gewand.

Über SHRINE Of INSANABILIS war bis vor kurzem nur sehr wenig bekannt, bis sie heuer auf dem Lineup des Autumn Equinox auf der Neudegg Alm und dem Prague Death Mass auftauchten. Sie wurden im Vorjahr erst gegründet und stammen aus Deutschland. Ihr Sound besteht aus eisigen Gitarren, kehligem Kreischgesang mit meist hohem Tempoparts, der nicht stumpf kopiert ist, sondern abwechslungsreich und innovativ aus den Boxen schallt.

Der Opener-Act aus Österreich, SERPERE ist noch so inoffiziell, dass keine genaueren Informationen betreffend der Mitglieder vorliegen. Sie haben erst eine Show als Support für Destroyer666 hingelegt und sind der rohen Black Metal Schiene zuzuordnen. Die wenigen Informationen lassen aber viel Raum für Spekulationen und Überraschungen offen.

ACHTUNG: Die Ticketanzahl wird auf 350 Stück limitiert, also schnappt euch schnellstmöglich euer VVK-Ticket bei Ö-Ticket oder unter ticket.celebrare@gmx.at um nur 35 €

Die Spinnerei Traun ist auch wieder beim „Kulturmonat November“ dabei (Aktion der Arbeiterkammer Oberösterreich). Wer eine gültige AK-Karte (OÖ) vorweisen kann zahlt bei jeder Veranstaltung der Spinnerei Traun im November nur 10 Euro.

 

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