Hundredth – Free

| 21. Juli 2015 | 0 Comments
Hundredth

(c) Hopeless Records

Mittlerweile sind auch die Jungs von Hundredth beim berüchtigten dritten „Make it or break it“-Album abgekommen. Obwohl, so ganz stimmt das auch nicht wieder. Schließlich wurden mit „Revolt“ (2013) und „Resist“ (2014) noch zwei ansehnliche EPs rausgehauen. Wie dem auch sei, in ihrer noch relativ jungen Karriere haben die Amis mit konstant guter Melodic Hardcore-Kost ihre Fanbase stetig erweitern können. Dieser Kurs sollte sich auch mit ihrem neuen Eisen „Free“ nicht ändern.

Auf der insgesamt elf Songs umfassenden Platte gibt es alles, was das (melodische) Hardcore-Herz begehrt: Von energiegeladenem Hardcore-Punk über eingängige Refrains und „Shout-along“-Passagen, bis hin zu alles zerschmetternden Breakdowns ist alles dabei. Ohne Wenn und Aber geht es catchy und fesselnd nach dem Intro mit „Unravel“ los. Schreihals Chadwick Johnson verlangt seinen Stimmbändern einiges ab und macht sogar in semi-melodischen Refrains eine ordentliche Figur.

Nicht falsch verstehen, von cleanen Vocals hält der Florida-Fünfer weiterhin Abstand. Jedoch merkt man, dass Johnson sein Organ um einige Nuancen erweitert hat, was dem ohnehin schon intensiven Soundgewand noch mehr Tiefe verleiht. Das brachiale „Inside Out“ wird sicherlich für zahlreiche Circle-Pits an der Live-Front sorgen, während in „Break Free“ ein mächtiges Breakdown-Gewitter niedergeht.

Die Songs halten sich großteils im Drei-Minuten-Rahmen. Kurz und knackig, das ist die Devise. So erzielen Engergiebündel wie “Isolation” oder das alles zermalmende “Beggars” ihre größtmögliche Wirkung. Trotz der kompakten Track-Länge verfahren sich die Jungs nie in zu eintönigen Songstrukturen. Das abwechslungsreiche Doppelpack „Daze“ und „Reach“  lebt von schnellen Hardcore-Punk-Passagen, macht aber immer wieder Luft für melodische Hooks und fette Grooves. Mit „Reach“ wird noch einmal ordentlich Feuer nachgelegt, bevor mit dem anfangs rasenden, dann merklich schleppender werdenden „Burdens“ der Mosh-Zug zum Stillstand kommt.

„Free“ macht seinem Namen alle Ehre und wirkt wie ein musikalischer Befreiungsschlag. Hundredth gehen als gutes Beispiel voran und zeigen, wie man sich auch ohne Experimente und aufgezwungene Kompromisse weiterentwickeln kann. Überraschungen gibt es zwar keine, aber das macht aus dem Album kein minder mitreißendes Hörerlebnis.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 19.06.2015
Erhältlich über: Hopeless Records (Soulfood Music)

Website: www.hundredthworldwide.com
Facebook: www.facebook.com/HUNDREDTH

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Category: Magazin, Reviews

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