Opium Lord – The Calendrical Cycle: Eye Of Earth

| 27. April 2015 | 0 Comments
Opium Lord

(c) Candlelight Records

Opium Lord kommen aus dem Black Country, der Umgebung von Birmingham (Heimat von Black Sabbath und somit Metal-Brutstätte). Die tiefe Schwärze des Industriegebiets, die gleichermaßen auf das große Kohle-Vorkommen sowie den hohen Luftverschmutzungsgrad zurückgeführt wird, hört man dem Sound des britischen Quintetts an. Ihre vor zwei Jahren veröffentliche Debüt-EP ist mittlerweile ausverkauft, ein Deal mit Candlelight Records war die Folge. „The Calendrical Cycle: Eye Of Earth“ steigt in Sludge-Untiefen zwischen Doom und Math Metal hinab.

Die folgenden sieben Songs auf knapp bemessenen, letztlich aber vollkommen ausreichenden 33 Minuten sind wahrlich nichts für zimperliche Gemüter. Tiefschwarz, hässlich, geradezu abstoßend gestalten sich die von Growls und schmerzerfülltem Gekeife durchzogenen Arrangements. „Challenger“ legt ein betont kratzbürstiges, unwirtliches Fundament mit dröhnenden, gelegentlich aufheulenden Gitarren und vertrackten, leicht unterproduzierten Math-Mustern seitens der Rhythmusabteilung – ein durchgängiges Motiv, das in wechselnder Geschwindigkeit auf diesem Album verwendet und, je nach Bedarf, variiert wird.

Highlights sind schnell herausgepickt: „Crystals“ mit seinem quälend mahlenden Psychoterror-Riffing und das stellenweise überraschend melodische, herrlich durchgeknallte „Ghost Singer“ haben einen gewissen Charme. Dennoch strengt „The Calendrical Cycle: Eye Of Earth“ vor allem an, was an der ungebrochenen Dauerattacke der Math-Doomer liegt. Auch die sehr undergroundige Produktion hilft nicht unbedingt, dazu kommt der kontinuierlich verfallende, etwas überflüssige Rausschmeißer „Krocodil“.

Die Ansätze dieses keineswegs einfachen Debüts sind gut, die Ausführung stellenweise hart an der Grenze. Dennoch ist dieser ganz andere Sludge-Ansatz eine Bereicherung für ein überstrapaziertes Genre, das frischen Wind dringend benötigt und auf ein geordneteres zweites Album hoffen lässt.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 01.05.2015
Erhätlich über: Candlelight Records (Soulfood Music)

Facebook: www.facebook.com/opiumlord

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Category: Magazin, Reviews

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