Gorilla Monsoon – Firegod – Feeding The Beast

| 15. März 2015 | 0 Comments
Gorilla Monsoon

(c) Supreme Chaos Records

About bloody time! Sieben Jahre sind eine verdammt lange Zeit; Zeit, in der viele Bands gekommen und gegangen sind. Gorilla Monsoon beenden endlich die lange Funkstille auf Album-Front mit ihrem dritten Longplayer. Das Quartett hat hörbar dazugelernt und verstanden, dass man seine ohnehin bockstarken Riffs nicht mit der Brechstange an den Mann bringen muss. „Firegod – Feeding The Beast“ nimmt sich eine Spur zurück und konzentriert sich endlich auf das Wesentliche: doomigen Stoner Rock mit hohem Suchtfaktor.

Die lange Entstehungszeit hat sich positiv auf die Musik ausgewirkt – gut abgehangene Riffs und fette Grooves werden auf gleich 60 im Endeffekt etwas zu langen Minuten sauber abgehandelt. Bei Gorilla Monsoon lebt die Wüste nicht nur, sie bebt und wirft so manches Kraftpaket ab. Besonders unterhaltsam gestaltet sich „Bastard Business“ mit seinem langsamen, beinahe zeitlupenhaften Einstieg und dem nicht minder zähen, im Kleinen aber sehr wohl explosiven Arrangement geradezu spektakulär. Das zähe Auftreten erinnert an süffige, britische Doom-Giganten, das Motörhead’sche „Rock out with your cock out“ hebt die Laune.

Über weite Strecken feuern Gorilla Monsoon ein regelrechtes Hitfeuerwerk ab und zeigen sehr wohl, dass mit ihnen auch nach all den Jahren noch zu rechnen ist. „Goatlord“ steigt zackig ein, zittert, bockt und treibt doch souverän durch sechseinhalb mächtige Minuten. Die fiese, verstörende Video-Auskopplung „March Of The Hellrock Inc.“ lässt sich da nicht zweimal bitten und mit „Call Of Gaia“ zeigen die deutschen Nachbarn, dass es gerne auch etwas lauter, härter und intensiver sein darf.

Zwar baut „Firegod – Feeding The Beast“ im letzten Drittel ein wenig ab mit Wiederholungen und unspektakulärer Zähflüssigkeit – speziell „Glory Days“ hätten die Dresdner gut und gerne weglassen können -, doch dieser Effekt wird wohl auch durch die überbrandende Albumlänge herbeigeführt. Tatsächlich ist Gorilla Monsoon das Comeback außerordentlich gut gelungen. Mehr noch, das Quartett mutiert mehr und mehr zur ersten Adresse für doomigen Stoner Rock aus deutschen Landen.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 20.03.2015
Erhätlich über: Supreme Chaos Records (Cargo Records)

Website: www.gorilla-monsoon.de
Facebook: www.facebook.com/gorillamonsoonhellrockinc

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Category: Magazin, Reviews

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