Lord Dying – Poisoned Altars

| 22. Januar 2015 | 0 Comments
Lord Dying

(c) Danger Ehren Photography

Mit den Bärten wachsen die Aufgaben: 18 Monate befanden sich Lord Dying auf Tour, um die Kunde ihres Sludge- / Stoner-Debüts „Summon The Faithless“ entsprechend zu verbreiten. Zwischen gemeinsamen Auftritten mit Giganten, wie den Label-Mate Red Fang und Black Tusk, fanden die Mannen aus Portland, Oregon ausreichend Zeit, um den ach so schwierigen Nachfolger aufzunehmen. Wer den Erstling mochte, wird auch am mächtigen Dampfhammer „Poisoned Altars“ seine helle Freude haben.

Große Überraschungen bleiben aus; man weiß mittlerweile, was man bei Lord Dying bekommt. Die Mischung aus süffigen Riffs und hypnotisierenden Grooves wird abermals auf die Spitze getrieben mit einem Sound in unmittelbarer Nachbarshift zu High On Fire und Crowbar. So entwickelt sich „The Clearing At The End Of The Path“ zu einem wütenden, dezent verstörendem Groove-Monster mit gelegentlichem Uptempo-Einschlag und unterschwelliger Thrash-Note. In Herzen dieses Mammuts schält sich ein melodisches, beinahe klassisch anmutendes Gitarrensolo aus dem Dickicht und verschleppt das Tempo sukzessive.

Der Sologitarre wird auf „Poisoned Altars“ eine nicht zu verachtende Rolle eingeräumt. Sie ist auch Highlight des abschließenden Monsters „Darkness Remains“. Gestaltet sich der Song per se mit seinem monströsen Riff, den Squeals und kehligen Shouts im Chorus bereits majestätisch, so überstrahlt das minutiös herausgearbeitete, von Bay Area Thrash inspirierte Gitarrensolo das Geschehen dennoch locker. Bissige, eingängige Heavyhitter („Suckling At The Teat Of The She-Beast“) und episch angelegte Schwerenöter mit gelegentlichem Klargesang („An Open Sore“) runden das Album amtlich ab.

Keine Revolution, keine Enttäuschung: „Poisoned Altars“ macht genau das, was man sich von Lord Dying nach ihrem souveränen Einstand erwartet und erhofft haben. Die US-Amerikaner wildern weiterhin im Stoner-Sludge-Bereich mit einer ausgewogenen Mischung aus Härte, Groove und Melodie, treiben letzteren Punkt auf die (vorläufige) Spitze und handeln in aller Kürze von gerade einmal 37 Minuten ihre auf Tour gewonnenen Erfahrungen und die damit verbundene Routine durch die Bank unterhaltsam ab.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 23.01.2015
Erhätlich über: Relapse Records (Rough Trade)

Facebook: www.facebook.com/LordDying

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Category: Magazin, Reviews

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