Isole – The Calm Hunter

| 27. November 2014 | 0 Comments
Isole

(c) Cyclone Empire

Seit Jahren wiederholt sich das Spiel, wechseln sich Ereb Altor und Isole mit Alben ab. Nach dem schwarzmetallischen „Fire Meets Ice“ (Juli 2013) ist nun wieder die Doom-Fraktion an der Reihe. Der Nachfolger zu „Born From Shadows“ bringt gewisse Veränderungen mit sich. Einerseits haben die Schweden Napalm Records verlassen und bei Cyclone Empire angeheuert, andererseits steigt Schlagzeuger Jonas Lindström nach der Releaseshow am 28. November aus und wird sich vor allem seiner Produzententätigkeit widmen. „The Calm Hunter“ ist aber alles andere als ein Schwanengesang.

Große Überraschungen bleiben aus; man weiß mittlerweile, was man an Isole hat. Der mit stattlicher Spielzeit von über acht Minuten ausgerüstete Titeltrack eröffnet den Reigen mit großartiger Dynamik und unorthodoxem Riff. Dezent eingesetzte Keyboards singen im Hintergrund mit, dann führt ein Mini-Growl für Sekundenbruchteile auf die falsche Fährte. Natürlich setzen Isole auf Klargesang, diese kurzen Grunts ziehen sich dennoch durch die Strophen als kleine Ausrufezeichen. Nicht fehlen dürfen die obligatorischen Breakdowns mit Beinahestille, die kurze Highspeed-Passage und der hymnische Mittelteil.

Noch eine Spur stärker ist der auf die beiden Albumenden gesplittete Zweiteiler „The Destroyer“. Wechselt „Dead To Me“ noch geschickt zwischen eindringlicher Süße und bärbeißiger Heavyness – in etwa das, was man von den früheren Ereb Altor-Alben kennt – übt sich „My Regret“ in Zeitlupen-Schwermut, überaus zähem Melodic Doom und hymnischem Schlussakkord – ganz großes Kino. Das übrige Material hält dankenswerterweise mit. Gerade das stetig wachsende, anschwellende „The Eye Of Light“ mit seiner singenden Gitarre und vermehrt eingesetzten Epic Metal-Elementen wird zum Prunkstück dieser Platte.

Während Ereb Altor mehr und mehr im Black Metal ankommen, scheinen Isole die nunmehr brachliegenden epischen Elemente dieses Projektes verstärkt in ihren Doom-Sound zu integrieren. Das Ergebnis, „The Calm Hunter“, tut sich bei ersten Durchläufen vielleicht ein wenig schwer, beginnt erst über Umwege zu strahlen – dann dafür so richtig. Abermals gelingt den Schweden ein Doom-Wunderwerk, das ihren Ruf als eines der besten Projekte der melodischen Ausprägung dieses Genres festigt.

Wertung: 9/10

Erhältlich ab: 28.11.2014
Erhätlich über: Cyclone Empire (Soulfood Music)

Website: www.forevermore.se
Facebook: www.facebook.com/Isoleofficial

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Category: Magazin, Reviews

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