Mumakil – Flies Will Starve

| 10. Juli 2013 | 0 Comments

Mumakil

Von wegen beschauliche Schweiz: Mumakil sind längst im Grind-Konzert der Großen angekommen und machen dort weiter, wo Nasum vor einigen Jahren notgedrungen aufhören mussten. Der Wechsel zum Genre-Riesen Relapse brachte 2009 das zweite Album „Behold The Failure“ ein, danach übte man sich ein wenig in Zurückhaltung. Die kleine Pause und die extensiven Arbeiten am Nachfolger haben sich hörbar gelohnt, denn „Flies Will Starve“ knüpft nahtlos an das bisherige Schaffen an.

Für Bandverhältnisse übersichtliche 24 Songs sind es dieses Mal „nur“ geworden, die Spielzeit von 36 Minuten geht für eine Grind-Platte natürlich in Ordnung. Überraschungen, so viel sei verraten, gibt es keine. Mumakil mögen es direkt und dreckig, halten das Tempo konstant hoch und verzichten auf unnötige Längen, Groove-Passagen oder andere Platzfüller. Im Geiste der Pioniere hebt man mit dem fiesen „Death From Below“ ab und kommt nach dem erstaunlich rifflastigen „Behind The Mask“, das ein wenig an jüngere Napalm Death (minus Death Metal-Ausflug) erinnert, an die Grenzen des Machbaren, wohlgemerkt im Positiven.

Durchhänger gefällig? Es gibt selbstverständlich keine, wohl aber potentielle Live-Favoriten wie das von einer manischen Melodie (!) getriebene „Fresh Meat For The Grinder“, „Piss Off (Part 2)“, das seinem Namen gerecht wird, sowie das augenscheinlich unnachgiebige „War Therapist“, das nur ein Gas kennt: Vollgas. Kurzweilig, wütend, gewohnt mächtig: „Flies Will Starve“ knüpft nahtlos an seine beiden mörderischen Vorgänger an und bietet Grind-Power vom Feinsten. Die Wartezeit hat sich gelohnt.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 12.07.2013
Erhätlich über: Relapse Records (Nonstop Music Records)

Facebook: www.facebook.com/Mumakil

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Category: Magazin, Reviews

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