Exxasens – Eleven Miles

| 16. Februar 2012 | 1 Comment

Exxases

In einer instrumentalen Klangwelt jenseits von Post Rock und Progressive Metal hält sich Jordi Ruiz, Gitarrist von Playmotive und Kyba, mit seinem Soloprojekt Exxasens auf. Seitdem der Spanier die One-Man-Show im April 2007 ins Leben gerufen hat, bohrt er sich schrittweise in die Herzen von Freunden instrumentaler Musik. „Eleven Miles“, sein drittes Album seit Mai 2008, bahnt sich mittels Europa-Release nun endlich den Weg von der Iberischen Halbinsel auf den Rest des Kontinents und besticht mit einem Sound, der gängige Post-Hörgewohnheiten auf die Probe setzt.

Musikalisch spielt sich Exxasens in einer Art Zwischenwelt ab, die Post-, Progressive-, Shoegaze- und Ambient-Elemente in einen Topf vermischt, um daraus magische Klanglandschaften zu kreieren. Insbesondere fällt im Verlauf des Albums die dynamische Rhythmusabteilung auf, die den Songs ein wenig Punch und Druck verleiht. So tänzelt „Science Will Save Us“ in bester Post Punk-Manier, auch wenn die Gitarren eher einen Ausflug gen Explosions In The Sky suggerieren. In „Eclipse“ hingegen übt man sich in Zurückhaltung und Betonung der etwas härteren Passagen, gesäumt gelegentlich aufbrausendes Bassgewitter und vereinzelte, donnernde Fills, die den Metal-Anteil dieses Tracks akzentuieren.

Das Niveau ist durchgehend hoch, auch wenn trotz Stil-Melange – gerade die dezent gesetzten Ambient-Synthis in Tracks wie „Constellation“ und „Nebula Seven“ sorgen für eine zusätzliche mystische Dimension – kaum neue Impulse zu erwarten sind. Gerade das etwas glattere, beinahe Soundtrack-artige Auftreten von Exxasens birgt aber einen gewissen Reiz in sich, wenn in „Baikonur“ schwerfällig rollende Drumfills eine kleine Odyssee durch unendliche Weiten zerhacken. „Eleven Miles“ ist eine solide Platte, die vor allem vom Druck ihrer Rhythmusabteilung lebt und für Fans von Collapse Under The Empire und Mogwai sauberes Material gibt. Ruiz wäre gut beraten, ein paar Ecken und Kanten einzubauen, um seiner Musik ein wenig Glätte zu nehmen. Potential ist vorhanden, die Handlungsstränge machen Lust auf mehr.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 21.02.2012
Erhätlich über: Aloud Music / Basement Apes Industries

Website: www.exxasens.com
Facebook: www.facebook.com/elevenmiles

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Category: Magazin, Reviews

  • christian

    This album is really suspenseful and amazing ! helios in particular is a fantastic piece! where it leads you climbing through the beginning towards a clif and you stare down from that cliff and take your last breath and jump and begin to fall at 1:04! REALLY GREAT ALBUM! I would classify as one of the top post rock bands I have been following up in the past 3 months!

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