Death Wolf – IV: Come The Dark

| 9. Dezember 2019 | 0 Comments
Death Wolf

(c) Blooddawn Productions

Der viel zu lange Dornröschenschlaf ist vorbei: Fünf Jahre nach „III: Östergötland“ melden sich Death Wolf zurück. Das Quartett um Marduk-Bassist Morgan Håkansson widmete sich zuletzt verstärkt anderen Projekten, hat aber hörbar nichts verlernt. Jener auf den bisherigen Platten verfeinerte Mix aus Horror Punk, Death Metal, Doom und Rotz lässt sich auch auf dem vierten Studioalbum „IV: Come The Dark“ in gewohnter Intensität nieder.

„With Hate“ wird dem Titel entsprechend dargeboten und klingt, als wären fünf Minuten – nicht etwa fünf Jahre – seit der letzten Platte vergangen. Valentin Mellström presst Eindrucksvolles aus seinen Stimmbändern, wobei gerade der manisch angehauchte Refrain zum Volltreffer anschwillt. In weiterer Folge wird der Track immer finsterer und düsterer, flirtet nicht zum letzten Mal mit Black-Metal-Atmosphäre. „Edge Of The Forest“ spielt geschickt mit Tempo und Erwartungen. Schroffe Death-Doom-Präsentation trifft auf hymnische Auswüchse und unheimlich dichtes, martialisch angehauchtes Soundkleid. Das Nervenkostüm steht vor einer Zerreißprobe.

Diese jenseitige und doch melodische Präsentation begleitet weite Teile des Albums. Wie „Serpents Hall“ das Tempo herausnimmt und eine erhabene Hymne in das Psychoterror-Konzept zwängt, unterhält mindestens so sehr wie die lichten Momente von „Funeral Pyre“. Aus dem schwerfälligen Marsch schießen unvermittelt Borknagar-Harmonien hervor. Dieses Verwirrspiel setzt sich im atmosphärisch angehauchten Rausschmeißer „Conquerors Dance“ gekonnt fort.

Schalter umgelegt, Sound endgültig gefunden: Was seit dem Ende von Devils Whorehouse trotz guter Songs mit einer gewissen Schizophrenie und kriselnden Identität zu kämpfen hätte, findet nun endlich zusammen. „IV: Come The Dark“ kanalisiert die manische, im besten Sinne unnahbare Energie von Death Wolf auf elf packende Tracks, die insgesamt eine Spur melodischer und hymnischer wirken, ohne auch nur im Ansatz die innewohnenden Kanten zu glätten. Das rasende und doch harmonisch angehauchte Gesamtbild überzeugt mit Hits, anspruchsvollen Momenten und geschickt inszenierter Wut – ein unerwarteter und doch so willkommener Leckerbissen.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 10.12.2019
Erhältlich über: Blooddawn Productions / Regain Records

Facebook: www.facebook.com/deathwolfcult

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Category: Magazin, Reviews

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