Darius – Clôture

| 7. März 2018 | 0 Comments
Darius

(c) Czar Of Revelations

Gute Geschichten brauchen keinen Gesang. Storytelling ohne Vocals ist die Spezialität der Schweizer Darius, die nichts mit dem schottischen Popsänger zu tun haben. Ihr Post Rock arbeitet zielstrebig auf mehrere Höhepunkte hin und spielt mit einer Reihe an schroffen, durchaus metallischen Anleihen, begleitet von dicken Soundwänden und feingeistiger Sinnsuche zwischendurch. Die neue EP „Clôture“ kondensiert all das auf 24 leidenschaftliche Minuten.

Drei Tracks und ein kurzer Übergang erzeugen manische Klanglandschaften, die eindrucksvollste davon hört auf den schönen Name „Charlotte“. In durchaus beißender Langsamkeit baut das Quintett den Song auf, lässt die singenden Gitarren gemächlich in das Arrangement hineinfliegen und nimmt schließlich mehr und mehr Distortion hinzu. Die anrollende Explosion erinnert im besten Sinn an Russian Circles, das feingeistige Händchen für präzise Noten an die Anfänge von Long Distance Calling. Anrollende Doublebass-Salven und ein brachiales, durchaus metallisches Outro bringen entsprechende Formveredelung.

„Glaucal“ und „Trace“ folgen ähnlichen narrativen Strukturen – mal von Anfang an etwas härter und wuchtiger, mal einen Hauch schwermütiger – und schlagen damit in eine ähnlich bärenstarke Kerbe. „Clôture“ ist eine von vorne bis hinten kurzweilige und unterhaltsame EP mit mächtigen Post-Rock-Klangspektren geworden, die auf ein dazugehöriges Full-Length-Album, einen direkten Nachfolger zu „Grain“ hoffen lassen. Potential für eine richtig große Platte scheint ohne Ende vorhanden zu sein.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 09.03.2018
Erhältlich über: Czar Of Revelations (Download-EP)

Facebook: www.facebook.com/dariusband

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Category: Magazin, Reviews

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