Gods Forsaken – In A Pitch Black Grave

| 9. Juni 2017 | 0 Comments
Gods Forsaken

(c) Soulseller Records

Manchmal muss es einfach ein wenig ranzig und dreckig sein. Das dachten sich auch drei Herren aus Schweden mit etwas kuriosen Künstlernamen, die sich fortan als Gods Forsaken der alten Death-Metal-Schule widmen. Ihr Schwedentod ist bissig, herrlich altbacken und rumpelt feist durch die späten 80er und frühen 90er. Klingt ein wenig nach Reißbrett, macht aber furchbar Laune, weil clever gespielt. „In A Pitch Black Grave“ ist ihr Debütalbum.

Natürlich kennen Gods Forsaken zwei Gänge: schnell und knüppelhart sowie zäh und bedrohlich. Diese beiden Modi greifen immer wieder geschickt ineinander, wie beispielsweise im bärenstarken „By Hate He Comes“. Zunächst rumpeln die Schweden mit Karacho voran, dann folgt die obligatorische Groove-Zäsur, nur um etwas später wieder das Gaspedal durchzutreten. Zugegeben, das klingt nur bedingt spektakulär, geht aber dennoch herrlich erfrischen und bissig nach vorne.

Ihren vielleicht schwierigsten und komplexesten Song reichen sie direkt im Anschluss. „Born Of Blasphemy“ nähert sich der Sieben-Minuten-Marke und zeigt, was für Evocation möglich gewesen wäre. Anfangs noch forsch aber generisch unterwegs, reihen Gods Forsaken in weiterer Folge bissige Groove-Parts und sogar verkappt melodische Elemente aneinander. Die zweite Hälfte nimmt das Tempo weitestgehend raus und widmet sich der etwas eingängigeren Grabesschule, lässt sogar ein kurzes Gitarrensolo vom Stapel. Wem das zu viel ist: „An Odyssey Of Broken Bones“ packt eine ähnliche Strategie in deutlich kürzere Spielzeit und erinnert sogar ein wenig an At The Gates.

Gelegentliche Ausflüge in die Anfänge des melodischen Death-Metal-Sektors geben „In A Pitch Black Grave“ die nötige Würze. Die schroffe Produktion passt natürlich perfekt zum Referenz-Zeitraum und verleiht diesem Debütalbum eine kräftige Zusatz Dosis Dringlichkeit. Gods Forsaken legen locker und lässig los, sehr clever und dabei stets angenehm authentisch und direkt. So geht, nein, so muss die alte Schule.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 09.06.2017
Erhältlich über: Soulseller Records (Soulfood Music)

Facebook: www.facebook.com/godsforsakenSWE

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Category: Magazin, Reviews

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