Until The Uprising – Out Of Time

| 17. Oktober 2016 | 0 Comments
Until The Uprising

(c) Klonosphere

Modern Prog? Djent? Extreme(ly melodic)? Wie auch immer man den Sound von Until The Uprising nennen will, was die drei Franzosen fabrizieren, fasziniert durchaus, und lockte auch das Klone-Label Klonosphere an. Ihr sträflich vernachlässigtes Debütalbum „Twisted Reality“ wurde 2014 in der Heimat verdient gefeiert, erkleckliche Live-Aktivitäten mit Trepalium, Dagoba und Hypno5e folgten. Nun steht endlich der Nachfolger „Out Of Time“ in den Startlöchern.

Zwischen Hoffnung und Untergang tummeln sich neun faszinierende wie ausladende Songs, die sämtliche Trademarks der vermengten Genres mitnehmen und doch zu keiner Zeit klischeehaft oder gar affektiert klingen. Der zweiteilige, den Zweitling beschließende Titeltrack zeigt den ganzen Facettenreichtum des französischen Trios. Bewegt sich Teil eins in weitestgehend instrumentalen und ungewohnt schlichen Gefilden, so brandet im folgenden Abschnitt jene dynamische und herrlich chaotische Enerige auf, die Until The Uprising so spannend macht. 90s-Prog-Harmonien, Prog-Death-Attacken und große musikalische Kunst zwischen den Stühlen trägt durch dieses Kleinod.

Ausladende Gitarrenarbeit und so manches Solo dürfen natürlich nicht fehlen. Diese Faktoren ziehen „Embrace The Uncertainty“ zunächst etwas in die Länge, machen aber schließlich Platz für abermalige Death-Hackstückarbeit und einen Hauch von Jazz-Magie, die an Devin Townsends diverse Betätigungsfelder erinnert. Stark auch „Nothingness“, das wohl die härtesten und ruhigsten Momente dieser Platte zu bieten hat. Wer es hingegen angriffslustiger und doch eingängig mag, bleibt bei „Invisible Cages“ hängen. Nicht zum ersten Mal erinnert der Refrain etwas an die alte Killswitch Engage-Schule.

Was Until The Uprising auf ihrem zweiten Album anstellen, ist schön komplex und auf durchaus abstruse Art verworren. Nicht jede Idee zündet, doch über weite Strecken unterhält „Out Of Time“ nicht nur, es öffnet Augen und den Geist. Zwischen raffinierter Detailarbeit, unorthodoxen Wendungen und verspielter Brachialgewalt deuten die Franzosen großes Potential an und legen den großen französischen Szenebands ordentlich was vor.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 21.10.2016 (DL)
Erhältlich über: Klonosphere / Season of Mist (Soulfood Music)

Website: untiltheuprising.com
Facebook: www.facebook.com/UTUband

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Category: Magazin, Reviews

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