Arcane Roots – Blood & Chemistry

| 3. Juni 2013 | 0 Comments

Arcane Roots

Mit der schon starken EP „Left Fire“ konnte das britische Trio Arcane Roots bereits im letzten Jahr einige Lorbeeren einfahren. Dass die Jungs zusätzlich noch als Support von Dry The River, Twin Atlantic und den Senkrechtstartern Awolnation ordentlich Eindruck machen konnten, spricht weiter für die Klasse, aber auch die Vielschichtigkeit des Dreiers. Auf ihrem ersten Langeisen „Blood & Chemistry“  gehen atmosphärischer Alternative Rock, komplexer Math-Rock und energetischer Post-Hardore auf souveräne Weise Hand in Hand.

Es erweist sich also als nicht ganz so einfach, die Jungs in eine passende Schublade zu stecken. Fakt ist, dass die Burschen vom ersten bis zum letzten Ton der insgesamt zehn Songs mit überraschender Beständigkeit und Reife überzeugen. Die klare Produktion tut ihr Übriges, um die Songs definiert aus den Boxen ertönen zu lassen. Weiterhin fällt positiv auf, dass sich die Briten trotz musikalischer Versiertheit nie in zu verworrene Songstrukturen verlieren.

Der Opener „Energy Is Never Lost, Only Redirected“ zeigt wie ausbalanciert hier zu Werke gegangen wird, da sowohl atmosphärischen Parts als auch energetischen Ausbrüchen gleichermaßen Aufmerksamkeit geschenkt wird. Beinahe so als würden Biffy Clyro auf At The Drive-In treffen. Beim funkigen „Sacred Shapes“  schrauben die Herren mit eingestreuten Shouts und kurz getimten Riffs den Core-Anteil nach oben. Der Akustik-Teil zum Schluss kommt dann doch sehr überraschend, wirkt aber nicht fehl am Platz.

Die wahre Stärke kommt bei filigraneren Nummern wie „Resolve“, „Belief“, „Slow“ oder beim imposanten „Hell & High Water“ zur Geltung. Letztere geht sogar als reinrassiger Progressive Metal/Rock-Track durch. Die stimmigen Synthi-Wände und Andrew Groves Gesang könnten kaum besser zu den mal zerbrechlichen, mal eruptiven Passagen passen.

Math-Rocker kommen beim aufwühlenden „Triptych“ auf ihre Kosten. Das brachiale „Second Breach“ erinnert stellenweise sogar an Kapellen wie Norma Jean oder Poison The Well. Mit „Held Like Kites“ gibt es noch eine schöne Feuerzeug-Ballade, bevor das akustische Feuerwerk „You Keep Me Here“ den musikalischen Reigen würdig abschließt.

Mit dem Großteil der Songs über der Fünf-Minuten-Marke ist „Blood & Chemistry“ kein Album für Zwischendurch. Nimmt man sich die Zeit für die Platte, ist es eine wahre Freude zu erleben, wie erfrischend und dynamisch Arcane Roots auf ihrem Debüt zu Werke gehen. Fans von oben erwähnten Bands oder auch von Coheed And Cambria und Circa Survive sollten hier unbedingt beide Lauscher riskieren. Wenn die Jungs so weitermachen, könnte bereits mit dem nächsten Album der ganz große Wurf gelingen.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 03.05.2013
Erhältlich über: PIAS Recordings (Download-Release)

Website: www.arcaneroots.co.uk
Facebook: www.facebook.com/ArcaneRoots

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Category: Magazin, Reviews

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