Collapse Under The Empire & Mooncake – Black Moon Empire

| 31. Juli 2011 | 0 Comments

Collapse Under The Empire

Ein wahrlich magischer Split-Release schickt sich an, Post- und Instrumental-Rock-Fans in Verzückung zu versetzen. Für „Black Moon Empire“ haben sich auf der einen Seite Collapse Under The Empire aus Deutschland, die zuletzt mit „The Sirens Sound“ ein spannendes Album veröffentlicht und bereits einen Nachfolger für Oktober angekündigt haben, und Mooncake aus Russland, die ein für westliche Post-Ohren weniger vertrautes Klangschema verfolgen. Gemeinsam wagt man eine Art Landung in einem lunaren Imperium, spröde technokratisch wie interstellar faszinierend.

Beide Bands sind mit jeweils zwei Songs vertreten. Collapse Under The Empire konzentrieren sich auf einen kühlen, düsteren, beinahe maschinellen Sound, der im eindringlichen „Spark“ und vor allem dem mit einem Hauch von Wehmut ausgestatteten „T.S.D.“ ausgereizt wird. Gerade letzterer Track mit den schroffen Drums und den auf Atmosphäre bedachten Keys sorgt für Gänsehaut. Mooncake hingegen präsentieren eine gänzlich neue, beinahe euphorische Komponente, die „Turquoise“ förmlich schweben lässt in „Novorossiysk 1968“ mit Permafrost kollidiert – hört man genau hin, meint man in den schrillen Gitarren sogar einen Hauch von Sigur Rós’scher Magie zu erkennen.

Highlight ist jedoch der gemeinsam (!) geschriebene und eingespielte Titeltrack, der die durchaus unterschiedlichen Stile der beiden Bands genial miteinander vereint. Die kühle Düsternis hält sich vornehm zurück und spielt sich eher im Hintergrund ab, während symphonische, beeindruckend epische Klänge dominieren; ein Hauch Melancholie sorgt für die nötige Würze. Es ist dies die Einleitung für die wundersame, magische Reise durch den Mikrokosmos von „Black Moon Empire“, auf dem sich Collapse Under The Empire und Mooncake konstant annähern, nur um wieder auseinander zu driften und ihre Welten mit feinstem, instrumentalen Post Rock zu skizzieren. Für Genrefans ein essentieller Release – besser hat man die beiden Bands bislang selten gehört.

Wertung: 9/10

Erhältlich ab: 31.07.2011
Erhätlich über: Oxide Tones

Website: black-moon-empire.com

In Zusammenarbeit mit beatblogger.de

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Category: Magazin, Reviews

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