Black Tusk – Systems Of Solitude

(c) Scary Adams
Das sprichwörtliche Feuer lodert weiterhin: Vor gut zwei Jahren meldeten sich Black Tusk mit „The Way Forward“ wieder, erstmals als Quartett unterwegs und nach diversen Rückschlägen wie eine gut geölte Maschine operierend. Diesen Schwung wollen die ungekrönten Sludge-Könige nun mitnehmen und hauen ein wenig Material zwischendurch raus. Die in Eigenregie erschienene EP „Systems Of Solitude“ vereint drei Songs, dauert nur etwas mehr als acht Minuten und lässt dennoch keinen Fragen offen.
Das massive „Crushed By The Weight“ tritt den sprichwörtlichen Reigen los, von duellierenden Screams und süffigen Riffs durchzogen. Typische Sludge-Schwere, dezent angepunkter Drive und wohlige Aggression am Anschlag machen Laune. Die kleine, feine Wendung nach zwei Minuten fährt durch Mark und Bein. Danach tankt sich „Far From Light“ durch wechselnde Heavyness und giftige Sprints. Black Tusk überholen sich zeitweise selbst, bevor die etatmäßige Entschleunigung feinste, fiese Sludge-Kost serviert. „Small Talk“ macht das Licht aus, rückt die Hardcore-Punk-Einflüsse des Quartett ins Rampenlicht und rattert mit ordentlich Vehemenz durch. Selbst das Mini-Breakdown mit markerschütterndem Schrei ändert daran nichts.
Einfach machen, draufhalten und gut ist’s: Black Tusk legen auf ihrer neuen EP die Essenz ihres Sounds offen und reißen mal eben alles ein, was sich so in den Weg stellt. „Systems Of Solitude“ hat wenig Zeit für Feinheiten und hält volle Wäsche drauf. Insgesamt erstaunlich hohes Tempo, bleierne Schwere zwischendurch und rabiate Wut mit knackigen Riffs machen Laune. Die Herren aus Savannah im US-Bundesstaat Georgia geben jegliche Reste falscher Zurückhaltung auf und hauen das nächste starke Songpaket raus. Tut weh, macht Laune.
Wertung: 8/10
Erhältlich ab: 10.06.2026
Erhältlich über: Eigenvertrieb
Website: blacktuskband.com
Facebook: www.facebook.com/BlackTusk


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