Bask – III

| 25. Dezember 2019 | 0 Comments
Bask

(c) Jameykay & Arlie Huffman

Bereits zum dritten Mal entsteigen Bask den Bergen North Carolinas, um neue Musik unter das riffwütige Volk zu bringen. Das US-Quartett klingt nach wie vor angenehm anders. Sie lassen Südstaaten-Vibes zu, ohne auch nur annähernd wie eine Southern-Rock-Band zu klingen, und lieben die intensive Stoner-Doom-Klinge, ohne sich jedoch komplett auf diesen Sound zu beschränken. Abermals schwingen Americana und sogar eine feine Preise Psychedelic Rock mit, wenn „III“ aus den Boxen schallt.

Ein „New Dominion“ bringt den filigranen und doch intensiven Wahnsinn auf den Punkt. Geschickt schalten Bask zwischen den einzelnen Stimmungen um. Eine überaus feine, geradezu zaghaft angeschlagene Melodie schwimmt obenauf, dahinter verstecken sich dicke Riffwände und wütender Stoner-Dauerdruck, der immer wieder nach vorne drängt. Zwischen legerer Gemütlichkeit und blanker Heavyness ergibt sich ein spannender Spagat, von „Rid Of You“ erfrischend fortgedacht. Hier spielt sich das Quartett in einen Rausch.

Der folgende Dreierpack zeigt hingegen die gesamte musikalische Klasse der Band. „Noble Daughters“ ruft in beiden Teilen alles ab, was Bask ausmacht, und setzt verstärkt auf ruhigere Töne. Beinahe semi-balladeske Momente treffen auf butterweichen Schönklang, viel Gefühl und dicke Harmonien, welche tatsächlich eine Spur Southern Rock aufs Parkett bringen. Dass im abschließenden „Maiden Mother Crone“, über weite Strecken halb-akustisch dargeboten, sogar folkloristische Elemente zum Einsatz kommen (Banjo und Violine, aber auch eine Pedal-Steel), passt ins Bild. Falls das zu ruhig sein sollte, lassen „Stone Eyed“ und „Three White Feet“ dicke Riffgewitter mit doomiger Note aufziehen.

Vertraut und doch irgendwie anders: Bask knüpfen an ihre beiden bisherigen Platten an und finden doch neue Details im alles andere als auserzählten Klang-Mikrokosmos. „III“ taucht tiefer denn je in die filigrane, narrativ anspruchsvolle Seite der Band ab und schielt sogar ein wenig gen Post Rock, ohne jedoch die etatmäßigen Power-Riffs zu vergessen. Nebulöse Mysterien, hoffnungsvolle Hymnen und die richtige Portion Staub und Dreck geben sich die Klinke in die Hand – eine mehr als souveräne und hochgradig anspruchsvolle Fortsetzung des bisherigen Schaffens.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 08.11.2019
Erhältlich über: Season of Mist (Soulfood Music)

Website: www.basknc.com
Facebook: www.facebook.com/basknc

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Category: Magazin, Reviews

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