Firespawn – The Reprobate

| 27. April 2017 | 0 Comments
Firespawn

(c) Soile Siirtola

Wenn sie nicht gerade mit ihren Hauptbands mit so illustren Namen wie Entombed A.D., Unleashed, Necrophobic und Raised Fist unterwegs sind, loten Firespawn gemeinsam die extremere Seite ihres Lieblingsgenres aus. Das Debüt „Shadow Realm“ bemühte sich um Death Metal der brutalen Seite – kurzweilig, unterhaltsam und grundsolide. Für den Nachfolger „The Reprobate“ wollen LG Petrov und Konsorten nun die feine Klinge auspacken, bemühen sich aber nach wie vor um rasante, brachiale Klänge.

Besagte feine Klinge setzt deutlich präzisere Schnitte, schraubt den Härtegrad aber noch ein wenig weiter nach oben. Das beweist schon der Opener „Serpent Of The Ocean“, der mit hohem Tempo und ungemein pointierten Attacken loslegt. Petrovs ikonische Growls klingen heiserer denn je, die All-Star-Band rundherum packt den Death-Metal-Dampfhammer aus. Zwischendurch scheinen immer wieder dezent melodische Parts durch, die dem wilden Arrangement zusätzliche Konturen verleihen, nur um im folgenden Sprinter „Blood Eagle“ komplett zu verschwinden.

Einmal wechseln Firespawn aber doch ins Midtempo und packen einen Melodic-Death-Metal-Gassenhauer der alten Schule aus. Gewissermaßen wirkt „The Whitechapel Murderer“ mit seinem manischen Groove und der fies sägenden Melodieführung wie das sprichwörtliche Auge im Sturm. Sogar einige wenige Verse Klargesang gehen sich aus – chaotisch, praktisch, gut. Mit dem infernalen Titelsong und den beiden Zwillingsepen „Damnatio Ad Bestis“ und „Death By Impalement“ schrauben die Schweden das Tempo schließlich wieder deutlich noch oben, kleinere eingängige Exkurse inklusive.

„The Reprobate“ zeugt von einer Band, die nach ersten gemeinsamen Gehversuchen noch vollends aufeinander eingespielt ist und es endlich versteht, die gesammelte, geballte Death-Metal-Kompetenz der fünf Musiker in einen Topf zu werfen. Ein Song wie „The Whitechapel Murderer“ spricht für die stetig zunehmende Dynamik im Sound Firespawns – ein Pfad, dem es auf künftigen Releases zu folgen gilt. So klingt Routine mit Methode und Spielfreude.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 28.04.2017
Erhältlich über: Century Media (Sony Music)

Facebook: www.facebook.com/firespawnofficial

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Category: Magazin, Reviews

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