Mastodon – Once More ‚Round The Sun

| 20. Juni 2014 | 0 Comments

Mastodon

Mastodon eröffnen einmal mehr die wilde Jagd. Die einstmaligen Sludge-Visionäre haben sich mit „Crack The Skye“ in den Neo-Prog-Olymp gespielt, ohne dabei die bärbeißigen Wurzeln zu ignorieren. „The Hunter“ war 2011 gleichermaßen Antithese und logische Weiterentwicklung dieses abgedrehten musikalischen Bruches, mutete gleichermaßen songdienlicher und ausladender an. „Once More ‚Round The Sun“ geht nun wieder den Weg des Abgedrehten, ist noch verträumter, noch heavier und noch größer – kurzum: noch mehr Mastodon.

Das von Nick Raskulinecz (Foo Fighters, Rush, Alice In Chains, Deftones) produzierte Album als großspurig zu bezeichnen, wäre untertrieben, und doch wirken die großen Gesten bei Mastodon wie ein Zufallsprodukt ihres Strebens nach dem nächsten großen Riff, der steten Suche nach dem Ozean der Stille in einem Meer an Stimm- und Klangfarben. Angedeutet wurde das bereits durch die zahlreichen Teaser, insbesondere „High Road“. Der Brückenschlag zu „The Hunter“ beginnt relativ schlicht und understatet, lässt Platz für kehlige Shouts und schüttelt quasi aus dem nichts einen unverschämt eingängigen, überlebensgroßen Refrain aus dem Ärmel, den man sofort mitbrüllen kann. Natürlich darf ein leicht überdrehter, ausladender Soloteil nicht fehlen.

Viel spannender ist jedoch, was sich rundherum abspielt, vor allem im direkten Anschluss. Der mit knapp drei Minuten Spielzeit verdammt kurze Titeltrack leitet eine vertrackte Prog-Abfahrt ein, vermischt dezentes Stoner-Flair mit King Crimson-Charme. „Chimes At Midnight“ intensiviert das Geschehen mit seinem getragenen Intro – perfekte Basis für die technisch versierten, ausladenden Strophen. In bester Mastodon-Manier wogt das Album hin und her, schlägt mal gen Headbanger-Duktus („Feast Your Eyes“), mal gen komplexen Mathematiker-Metal (der Opener „Tread Lightly“) aus. Besonders spektakulär, wie immer, die längeren Songs: „“Diamond In The Witch House“ und „Asleep In The Deep“ vermengen Rush-Melodien mit Klargesang, düsterem Psychoterror und neo-psychedelischen Weisheiten auf eine Art und Weise, die „Crack The Skye“ geordnet klingen lässt.

Wie abgedreht Mastodon 2014 klingen, lässt sich wohl am besten anhand von „Mona Lisa“ zeigen. Was wie ein Throwback gen Frühphase beginnt, macht binnen weniger Minuten sämtliche Epochen der Band durch und schafft innerhalb einer Minute den Sprung von fiesen Growls zu einem Kinderchor. Nicht nur hier ist „Once More ‚Round The Sun“ ein Festival der Absurditäten – und was für eins. Die US-Amerikaner geben sich noch wilder, wagen sich noch weiter hinaus, dehnen ihren Wirkungskreis entscheidend aus. Über allem, selbst über den psychedelisch-verträumten Prog-Monstern, thront immer noch das allmächtige Riff. Raskulinecz wollte von Mastodon fette, süffige Riffs haben, und genau solche liefert das Quartett auf einem weiteren durchgeknallten Album.

Wertung: 9/10

Erhältlich ab: 20.06.2014
Erhätlich über: Reprise Records (Warner Music)

Website: www.mastodonrocks.com
Facebook: www.facebook.com/Mastodon

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Category: Magazin, Reviews

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