Privilege Of Approval – Sepsis | Lichtpest

| 8. April 2012 | 0 Comments

Privilege Of Approval

Mit dezenter Verzögerung stellen sich Privilege Of Approval nun auch einem breiteren Metal-Publikum vor. Das Quintett aus dem steirischen Rottenmann gibt es seit vier Jahren, bereits 2010 wurden eine erste EP und das Debütalbum „Sepsis | Lichtpest“ in Eigenregie veröffentlicht, die fortan ausgiebig betourt wurden auf diversen Festivals und kleinen Bühnen, unter anderem gemeinsam mit The Black Dahlia Murder. Bei Terrasound wurde man auf die Steirer aufmerksam, gab der Death(core)-Truppe einen Vertrag und legt nun besagtes Debüt erneut auf – absolut verdient, wie sich schnell zeigt.

Über das verstörende Intro „Untergang“ hangeln sich Privilege Of Approval in ein explosives Todesstahl-Album der modernen Prägung. „One Day Left“ beginnt fies und aggressiv – tatsächlich lassen hier The Black Dahlia Murder grüßen, bevor in der Strophe ein wenig Groove Einzug hält. Phillip Haider growlt und keift fies, die nach und nach Einzug haltenden melodischen Elemente verleihen dem Track die nötige Würze, während brachiale Deathcore-Elemente für ein Lauffeuer im Pit sorgen dürften. In eine ähnliche Kerbe schlägt „Waste Your Time“, das mit Neaera-Sprints kokettiert und zum Ende hin an die Substanz geht. Diese Form von Brutalität und Nervenkrieg ist man eher von US-amerikanischen Bands gewohnt.

Während moderne, gelegentlich melodische Death Metal-Klänge mit Deathcore-Anteilen weite Strecken des Albums dominieren, lassen sich die Steirer gerade in der zweiten Albumhälfte zu kleineren Experimenten hinreißen. „Medusa“ baut ein lupenreines Thrash-Riff ein, „Greed“ erinnert stellenweise an Unearth ohne Klargesang (was für ein Hit!) und „Lichtpest“ besticht mit infernaler Düsternis, die das Death Metal-Gebräu noch eine Klasse bedrohlicher wirken lässt. Langeweile kehrt auf „Sepsis | Lichtpest“ jedenfalls nicht ein. Gerade die Mischung aus klassischer Todesstahl-Schule und modernen Core-Einflüssen macht Laune, was vor allem am dynamischen, den durchaus bekannten Bausteinen zum Trotz abwechslungsreichen Songwriting geschuldet ist. Altersflecken merkt man dem Debüt von Privilege Of Approval jedenfalls nicht ein – leckerer Einstand, der nach baldigem Nachschub verlangt.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 13.04.2012
Erhätlich über: Terrasound Records (Hoanzl)

Website: www.poa-metal.com
Facebook: www.facebook.com/poametal

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Category: Local Bands, Magazin, Reviews

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