Sabaton – Interview beim Metalfest 2011

| 13. Juni 2011 | 0 Comments

Demonic-Nights hatte beim Metalfest die Gelegenheit, mit Gitarrist Rikard Sundén und Drummer Daniel Mullback zu sprechen.

Hallo Leute! Schön, dass ihr da seid. Es gab hier Backstage das Gerücht, dass ihr überhaupt nicht auftreten werdet. Wie kam es dazu?

Ach ja? Davon haben wir nichts gehört. Es kann aber sein, dass die Aschewolke des isländischen Vulkans zu solchen Spekulationen geführt hat, weil wir erst heute aus Russland gekommen sind.

 

Ihr werdet also definitiv spielen. Was erwartet die Fans denn heute auf dem Metalfest?

Wir werden heute verschiedene Songs von allen Alben spielen. Die Leute in den ersten Reihen werden sich trotz Regen etwas aufwärmen können. Ihr könnt euch also auf ein Best of Sabaton inklusive heißer Pyroshow einstellen.

 

In euren Texten geht es eigentlich immer um Geschichte. Interessiert ihr euch privat für diese Thematik, oder ist das eher nur eine berufliche Sache?

Das hat bereits mit unserem ersten Album angefangen. Wir bekamen dann sehr gutes Feedback für „Primo Victoria“ und haben dann unsere Fans nach Geschichten aus ihren Heimatländern gefragt. Dadurch haben wir sehr viele Emails über Geschehnisse in vielen Ländern bekommen. Aus diesen haben wir die interessantesten ausgesucht und konnten viel Inspiration daraus ziehen. Das ist auch der Grund, weshalb es in unseren Songs um Geschichten aus sehr vielen verschiedenen Ländern geht.

 

Also bekommt ihr eure Geschichten eigentlich direkt von den Fans?

Das kann man schon so sagen. Für uns war es immer sehr interessant, auch Geschichten aus Ländern zu hören und zu bearbeiten, die bis dahin selten bis gar nicht thematisiert wurden. Es gefällt uns, auch über bereits lang vergessene Schlachten Lieder zu schreiben.

Sabaton Promo

Hier in Österreich gibt es ja die Gelegenheit, einige geschichtsträchtige Orte zu besuchen. Werdet ihr euch einige historische Sehenswürdigkeiten ansehen?

Wenn sich die Gelegenheit ergibt, auf jeden Fall. Derartige Plätze zu sehen ist für jemanden, der sich für Geschichte interessiert immer ein interessantes Ausflugsziel.

 

Um nochmal auf eure Texte zurückzukommen. Diese sind ja immer sehr objektiv, gründlich recherchiert und haben überhaupt nichts mit Politik oder dergleichen zu tun.

Wir sind Musiker und keine Politiker. Darum sehen wir es als unsere Aufgabe zu erzählen, was passiert ist. Meinungsmache ist dabei überhaupt nicht unser Anliegen.

 

Beim Titelsong von „Coat Of Arms“ geht es ja nicht um den zweiten Weltkrieg, sondern um Sparta, Leonidas und dergleichen. Woher kam die Inspiration zu dem Song? Hat da der Film „300“ auch eine Rolle gespielt?

Woher die Grundidee gekommen ist, kann ich nicht mehr sagen, aber sicher hatte „300“ auch etwas damit zu tun. Wir alle finden den Film super!

 

Auf der Special Edition sind ja auch einige „Instrumental“-Versionen verschiedener Songs. Das sind ja eigentlich „nur“ sind die Originalsongs ohne Gesang. Was ist denn so speziell an diesen Tracks?

(lacht) Naja, das liegt daran, dass Joakim als Keyboarder angefangen hat und sein Herz immer noch für die Instrumente schlägt. Er hat eigentlich nur angefangen zu singen, weil wir keinen Sänger hatten. Jetzt singt er immer noch und wir wollten mit diesen Tracks sehen, ob uns potenzielle Sänger die Songs mit Gesang schicken. Wir suchen ja nach wie vor nach einem Sänger. (lacht) Nein, es ist so: Wenn man die ganzen Youtube-Clips sieht, in denen die Fans versuchen unsere Lieder mit Gitarre oder Keyboard nachzuspielen, ist das einfach klasse. Wir glauben, es wär spaßig auch mal ein paar Clips zu sehen, in denen sich Leute am Gesang versuchen.

 

Youtube ist ein gutes Stichwort. Ich habe vor ein paar Tagen noch einmal „Uprising“ geklickt und war überrascht, da das Video bereits 600.713 mal aufgerufen wurde. Bei Facebook habt ihr bald eine Viertelmillion Fans. Woher kommt dieses starke Feedback im Internet?

Das liegt einfach daran, dass sich unsere Fans viel untereinander austauschen. Ich glaube auch, dass wir eine gute Connection zu unseren Fans haben. Es freut uns natürlich, wenn wir solche Reaktionen im Internet sehen.

 

Wo habt ihr euren größten Anteil an Fans? Ist das eher in Europa oder in den Staaten?

Wir haben ja eigentlich in den USA angefangen, aber mittlerweile ist unsere größte Fangemeinde sicher in Europa. Wir wollen aber natürlich alle Kontinente erobern, Leute von der ganzen Welt treffen und werden noch lang nicht aufhören.

 

In nicht allzu langer Zeit wird auch ein Live-Album erscheinen. Könnt ihr schon etwas zu „World War Live“ sagen?

Die Songs wurden auf der Tour „Sabaton Cruise“ aufgenommen. CD eins wird ein komplettes Konzert von der Tour sein. Auf der zweiten Disc werden die Fans dann Lieder von verschiedenen Spielstätten der Tour quer durch Europa finden.

 

Danke für das Interview und viel Spaß heut Abend auf der Mainstage!

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