Acid Mammoth – Supersonic Megafauna Collision

| 30. März 2024 | 0 Comments
Acid Mammoth

(c) Acid Mammoth

Neuer Stoff von den überaus umtriebigen Griechen Acid Mammoth um Vater und Sohn Babalis ist immer mehr als willkommen. Mit ihrem bereits vierten Album seit ihrem im Herbst 2019 unterzeichneten Deal bei Heavy Psych Sounds Records zeigt sich das Stoner-Doom-Quartett abermals von seiner produktiven Seite, ohne dabei auch nur ansatzweise Ermüdungserscheinungen erkennen zu lassen. „Supersonic Megafauna Collision“ ist die erste Platte, die nach Ende der Lockdowns geschrieben wurde, und zeugt entsprechend von Aufbruchstimmung und purer Spielfreude.

Sechs Songs in 42 Minuten lassen ordentlich Platz für Ausladendes, was vor allem im großen Finale durchkommt. „Tusko’s Last Trip“ nimmt sich gleich zwölf Minuten Zeit und entpuppt sich als überdimensionaler kreativer Siegeszug, der zwischen bleierner Schwere, fuzzigen Riffs und verwegenem Space Rock ein angenehm breites Spektrum abdeckt. Gefühlt wogt das Geschehen stets hin und her, von endlosen instrumentalen Schleifen und gewohnt süßlichen Vocals begleitet. Betörende Heavyness trifft Riffgewitter trifft Nackenschlag trifft erstaunlich charmanten Jam-Charakter – es kann manchmal so einfach und doch so komplex sein.

Sympathisch ist auch „Fuzzorgsam (Keep On Screaming)“, das sich an Überdosis Distortion wagt, dabei erdig und zugleich donnernd wirkt. Der deutlich doomigere Ansatz macht unheimlich viel Laune, mittendrin bricht ein wohliges, warmherziges Gitarrensolo aus dem Dickicht und entführt in neue, ungeahnte, magische Sphären. Auch das angenehm dicke, drückende „Atomic Shaman“ macht richtig viel Laune, ballt die Fäuste und geht recht metallisch nach vorne. Der Stoner-Doom-Sound wetzt den Stecken im Dreck und gibt sich dröhnendem Wahnsinn hin – sehr erdig, roh und voller Seele.

Alleine schon die schiere Wucht dieses Unterfangens macht richtig viel Laune. Acid Mammoth lassen sich treiben und die Gitarren die Führung übernehmen. Donnernde Bollwerke, süffige Riffs, fuzzige Eskapaden und erstaunlich spacige Einschübe zeugen von wiedergewonnener Spielfreude einer Band, die sich auf der Bühne wieder eingrooven konnte und diesen Rückenwind ins Studio mitnahm. „Supersonic Megafauna Collision“ macht einfach nur richtig viel Spaß – ein weiterer Beweis für die große Klasse der Griechen, die sich viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätten.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 05.04.2024
Erhältlich über: Heavy Psych Sounds Records (Cargo Records)

Website: www.acidmammoth.com
Facebook: www.facebook.com/acidmammoth

Teile diesen Artikel

Tags: , , , ,

Category: Magazin, Reviews

Demonic-Nights.at - AKTUELLES