Nixa – Opus Tierra

| 11. April 2019 | 0 Comments
Nixa

(c) War Anthem Records

Aus Zerstörung, so sagt man gerne, entsteht Neues, und kaum eine Band verkörpert dieses Mantra so gut wie Nixa. Der Sound des Trios aus dem Süden Floridas verwüstet – vor allem emotional – und schickt sich immer wieder an, von vorne aufzubauen. Der klaustrophobe, doomig angehauchte Mix erinnert im besten Sinne an Pallbearer und YOB, die Abhandlungen über Mensch und Natur nehmen durchaus philosophische Dimensionen an. „Opus Tierra“ mutiert zur spektakulären Spielwiese.

Sieben magische, komplett für sich einnehmende Tracks säumen diese Platte. Der eröffenende Titelsong bringt den im besten Sinne manischen Wahnsinn der US-Amerikaner auf den Punkt. Eine zögerliche Melodie und ähnlich vorsichtig intonierte Vocals bereiten auf das Geschehen vor, dann explodiert „Opus Tierra“ im Zeitlupentempo. Die klaren, durchaus hellen Vocals – bevorzugt mehrstimmig intoniert – gehen eine herrliche Symbiose mit den dicken, druckvollen Riffs ein. Monolithisch stampft der Track voran, die erwartete Tempoverschärfung bleibt allerdings aus; Nixa kehren zum anfänglichen Motiv zurück und klingen langsam aus.

Ähnlich intensiv, mitreißend und wuchtig gestaltet sich auch der Rest der Platte, bevorzugt in Richtung Post Metal schielend. „The Mound“ legt beispielsweise richtig schön druckvoll, beinahe brutal los, die Schreie und vereinzelten Growls vermeiden allerdings jegliche weitere Eskalation. Intensiv ist der Song auch so; das gilt ebenfalls für „Seed“, ein vergleichsweise traditioneller Doom-Track mit gleich mehreren furiosen Schleifen, oder das herrlich scharfkantige „Restless Seer“. Wer hingegen nochmals die wütende Seite Nixas erleben will, lässt sich das sägende „Destroyer“ um die Nase wehen.

Wie aus einem Guss, wie eine undurchdringliche Wand tönt „Opus Tierra“ aus den Boxen. Für Firlefanz haben Nixa keine Zeit, denn ihr mit Post Metal flirtender Doom-Sound lebt von intensiver Präsentation, beklemmenden Melodien, hymnischen Untertönen und gelegentlichen Exkursen ins ruppige Feld. Gerade die überaus abwechslungsreichen Vocals machen diese gute Platte zum Volltreffer, weil auch nach dem x-ten Durchlauf eine gewisse Unvorhersehbarkeit bleibt. Daran kann man sich nur schwer satt hören.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 12.04.2019
Erhältlich über: War Anthem Records (Soulfood Music)

Facebook: www.facebook.com/nixaband

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Category: Magazin, Reviews

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