Demonbreed – Where Gods Come To Die

| 20. Juli 2016 | 0 Comments
Demonbreed

(c) Testimony Records

Nach neun unterhaltsamen Alben verabschiedeten sich Lay Down Rotten Ende 2014 in die ewigen Jagdgründe. Frontmann Jost Kleinert und Drummer Timo Claas rekrutierten kurzerhand die Lay Down Rotten-Gründungsmitglieder Johannes Pitz und Daniel Jakobi, der auch gleich Fernando Thielmann von Milking The Goatmachine mitbrachte. Als Demonbreed widmet sich das Quintett nun ruppigem Death Metal der alten Schule. Auf „Where Gods Come To Die“ geht es zurück in den Underground mit skandinavischer Rumpelnote und ordentlich Dreck im Sägewerk.

Überraschungen? Innovationen? Vollkommen egal und überflüssig, denn diese Viertelstunde kracht und knackst ordentlich. Ranzig und doch sauber ausdifferenziert produziert, vermittelt der Sound Underground-Gefühl, scheut aber keineswegs vor den Vorzügen moderner Technik zurück. Und das Material? Wie geschaffen für Fans von Dismember, Entombed, Grave und Evocation. Die alte, nordische Death-Metal-Schule hat Ausgang, wenn beispielsweise ein „Revenge In The Afterlife“ zum Angriff ansetzt, zwischendurch ein wenig groovt und sägt, ja sogar beinahe schüchterne Ansätze von morbider Melodik andeutet.

Natürlich ist da ordentlich Rumms bei: „Barren Wasteland“ schlägt im Sprint wild um sich mit wütenden Doublebass-Salven und Kleinerts herrlich schroffen Growls. Das großartig betitelte „Vultures In The Blood Red Sky“ vermittelt Endzeitstimmung mit geradezu infernaler Energie. Eine kleine Überraschung hat sich dann eingeschlichen, nämlich die Cover-Version von Edge Of Sanitys „Blood Colored“. Freilich, der Klargesang ist gewöhnungsbedürftig, geht nach ein paar Durchläufen aber klar. Außerdem verleiht dieser kleine Farbtupfer dem Album die nötige Würze.

Demonbreed verwalten nicht bloß das Erbe von Lay Down Rotten, sie packen ruppige und druckvolle Death-Metal-Action der Anfangstage mit überzeugtem Brustton auf ihr von vorne bis hinten unterhaltsames Debütalbum. Wer die alte Schule schätzt, kommt an „Where Gods Come To Die“ nicht vorbei – ein kraftvoller, intelligenter und vor allem unterhaltsamer Einstand von fünf Veteranen, an dem man sich nicht satthören kann.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 22.07.2016
Erhältlich über: Testimony Records (Soulfood Music)

Facebook: www.facebook.com/demonbreedofficial

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Category: Magazin, Reviews

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