In Mourning – Afterglow

| 20. Mai 2016 | 0 Comments
In Mourning

(c) Agonia Records

Nach einer Reihe guter Platten war kurzzeitig Ruhe im Hause In Mourning eingekehrt. Das letzte reguläre Album „The Weight Of The World“ liegt bereits stolze vier Jahre zurück. Untätig waren die melancholisch-melodischen Schweden in der Zwischenzeit allerdings nicht; abgesehen davon, dass sie 2014 gleich drei verschiedene Drummer beschäftigten. Auf „Afterglow“ kehrt der fröhliche Death-Doom-Reigen nun wieder in geregelte Bahnen zurück.

Kurzes Zucken, dichte Melodik, ein kehliger Schrei: „Fire And Ocean“ wird zum wuchtigen Aufgalopp, der Swallow The Sun und die frühen Opeth zitiert – sicherlich keine neuen Referenzen, aber immer noch überaus passend für dieses Gebräu. Etwas Stop-and-Go hier, fiese Growls und todtrauriges Midtempo da – im Prinzip bleibt alles beim Alten. Der Schmerz fährt durch Mark und Bein, begleitet von immer neuen Gitarrenschichten und gelegentlichen wütenden, rumpelnden Signalen Richtung Anti-Sprint. Auch das klassische Metal-Solo darf nicht fehlen.

Was sich wie Reißbrett-Vorgehen liest, macht unheimlich viel Spaß. In Mourning verfügen über ein Urverständnis für ihren Sound, lassen diesen atmen und gedeihen. Die Art und Weise, wie beispielsweise die sprichwörtliche Sonne im unwirtlichen „The Lighthouse Keeper“ aufgeht, ist zugleich manisch und (be)rührend. Für den Titelsong „Afterglow“ kollidieren Black Metal-Elemente, ein Hauch von Prog und sogar Avantgarde, während das beinahe zehnminütige „The Grinning Mist“ wie ein bewegender Streifzug durch das Schaffen der Schweden anmutet.

Echte Standouts bleiben zwar aus, doch In Mourning demonstrieren abermals eindrucksvoll, wie wohl sie sich in ihrem Sound fühlen. Bestimmt, emotional und furios tanken sie sich durch „Afterglow“ mit allen Genre-Trademarks, richtig guten Songs und fesselnden Melodien. Die Mischung mag zwar mittlerweile höchst vertraut sein, aber selbst mit kleinsten Variationen begeisteren die Mannen aus Falun jedes Mal auf Neue.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 20.05.2016
Erhältlich über: Agonia Records (Soulfood Music)

Website: www.inmourning.net
Facebook: www.facebook.com/inmourningband/

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Category: Magazin, Reviews

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