I Chaos – Masterbleeder

| 23. September 2015 | 0 Comments
I Chaos

(c) RITF Records

Bislang waren die Niederländer I Chaos eher eine Randnotiz. Ihr Debütalbum „The Human Repellent“ schaffte es vor vier Jahren nicht über die Landesgrenzen, dann stiegen die drei Instrumentalisten bei Dew-Scented ein und haben seither Großartiges geleistet. In der Zwischenzeit kam zwar der Sänger abhanden, dafür wurde mit Tobias Borra, der gemeinsam mit Bassist Joost van der Graaf bei Cypher aufspielt, aber ein potenter Nachfolger engagiert. „Masterbleeder“ setzt nun zum Death-Metal-Knockout-Punch an.

Vorneweg, mit Originalität ist hier nicht zu rechnen. Das Death-Gebräu mit gelegentlichen Ausflügen Richtung Brutal und Thrash erinnert teils an Dew-Scented und passt letztlich auch in die Riege zahlreicher niederländischer Kollegen. Schlecht ist das hier Dargebotene aber keineswegs, ganz im Gegenteil: Beginnend mit „Waking Hell“, setzt es zehn gutklassige Tracks der rassigen, bissigen Sorte. Borra versteht sein Handwerk gut und growlt mit infernalen Untertönen – eine Spur eindimensional, aber das passt auch zu den Tracks. Gelegentliche melodische Anflüge der Sologitarre dauern zumeist nur kurz und werden schnell unterbunden.

Die Platte ist schnell zusammengefasst, zumal Ausreißer eine Seltenheit sind. Wenn „Glorious Defeat“ für wenige Momente etwas doomigere Töne anschlägt und damit an das infernale Asphyx-Gebräu erinnert, darf aufgehorcht werden. Klar, ein bisschen generisch gestalten sich die 40 Minuten schon, erklären aber einerseits den Dew-Scented-Sound hervorragend und machen andererseits durchaus Laune. Wer seinen Death Metal frontal und ohne Gimmicks mag, darf ruhig zum Import-Weg greifen für eine von vorne bis hinten schmackhafte Schlachtplatte.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 25.09.2015
Erhätlich über: RITF Records (NL-Import)

Website: www.ichaos.nl
Facebook: www.facebook.com/ichaosnl

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Category: Magazin, Reviews

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