Brothers In Arms – Warlord

| 7. Mai 2015 | 0 Comments
Brothers In Arms

(c) Swell Creek Records

Brothers In Arms schicken sich an, Hamburg’s Finest auf dem Hardcore-Sektor zu werden. Seit dem Release ihres Debütalbums „Invictus“ Ende 2012 befinden sich die deutschen Nachbarn überwiegend auf der Bühne und kultivieren ihren von der New Yorker Szene geprägten Sound durch Gigs mit verschiedensten Szenegrößen (Walls Of Jericho, Stick To Your Guns, Evergreen Terrace). Nun steht das zweite, von Project Mayhem (Eike Freese von Dark Age und Alexander Dietz von Heaven Shall Burn) aufgenommene, produzierte und gemasterte Album „Warlord“ in den Startlöchern.

Zwölf Wuchtbrummen setzen kraftvolle, herrlich direkte Akzente mit gelegentlichen hitverdächtigen Momenten. Zu den unterhaltsameren Exkursen zählt der Titeltrack mit seinem kurzen Bassintro und Andrew K.s leidenschaftlicher, muskelbepackter Performance. „Domestic Violence“ als Wurzelbehandlung mit Mini-Breakdown ist ebenso wenig zu verachten. Zwei prominente Gäste setzen weitere Akzente: Bryan Harris von Death Before Dishonor fügt sich nahtlos in die gelegentlich groovende Ballerburg „Grim“ ein, während Andrew Neufeld von Comeback Kid dem gestählten „Helpless“ einen dezenten Hardcore Punk-Anstrich verleiht.

Die Stärke dieser halben Stunde liegt aber nicht etwa in den einzelnen Wuchtbrummen, sondern im mächtigen Gesamteindruck. „Warlord“ wirkt in sich geschlossen, lässt keinerlei Füllmaterial oder überschüssiges Fett zu, und zerlegt mit Spaß an der Freude den archetypischen New York Hardcore-Sound in seine Einzelteile. Starke Songs, druckvolle Produktion, ordentlich Biss: Brothers In Arms meistern die Hürde ‚zweites Album‘ locker.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 08.05.2015
Erhätlich über: Swell Creek Records (Soulfood Music)

Facebook: www.facebook.com/brothersinarmshc

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Category: Magazin, Reviews

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