The Contortionist – Language

| 15. Dezember 2014 | 0 Comments
The Contortionist

(c) Good Fight Music

Mittlerweile sind auch The Contortionist bei ihrem dritten, „Make it or break it“-Album angekommen. Seit ihrem letzten Output „Intrinsic“ hat sich nicht nur soundtechnisch, sondern auch in Sachen Besetzung etwas getan. An den Vocals ist nun Michael Lessard (Last Chance To Reason), während Jordan Eberhardt (ex-Scale The Summit) als Bassist und Eric Guenther (From Exile) als Keyboarder angeheuert wurden. Die neue Konstellation scheint zu passen, denn mit „Language“ holen die US-Progger ihr bis dato reifstes Album aus der Presse.

Ruhig und gelassen beginnt der Reigen mit der Ambient-Nummer „The Source“, bevor es mit dem Doppelpack „Language I: Intuition“ und „Language II: Conspire“ die erste Prog-Breitseite gibt. Mit engelsgleicher Stimme balzt Lessard vorerst über vertracktes Drumming und breitflächige Gitarrenriffs, bevor sich druckvolle Heaviness und derbe Growls im anschließenden zweiten Teil breitmachen. In den folgenden, sehr spacig angehauchten „Integration“ und „Thrive“ werden die starken Prog-Einflüsse immer deutlicher. Elemente von Cynic, Dream Theater oder auch Between The Buried And Me werden geschickt ins Soundgewand eingeflochten. Vor allem „Thrive“ glänzt mit unglaublich schönen Klanglandschaften.

Konstant auf hohem Niveau präsentiert sich auch die zweite Halbzeit. Primordial Sound“ begeistert mit melancholischem Art-Rock-Vibe der Marke Steve Wilson, Karnivool oder Anathema. Auch wenn sich im gesanglichen Bereich die Abwechslung in Grenzen hält, stellen die hypnotisierenden Vocals einen stimmigen Gegenpol zur sperrigen Instrumentalfraktion dar. Außerdem gibt es ja noch immer wieder derbere Ausbrüche, wie im genreübergreifenden „Ebb & Flow“.

The Contortionist laden mit „Language“ zu einem intensiven Hörerlebnis ein. Auch wenn es augenscheinlich an Härte fehlen mag, so überzeugen die Amis mit Fingerspitzengefühl und eindringlichen Instrumentalpassagen. Jedenfalls darf man das Drittwerk der Jungs jedem Anhänger progressiver Klänge, egal ob old- oder new-school, ans Herz legen.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 31.10.2014
Erhältlich über: eOne Music (Soulfood Music)

Facebook: www.facebook.com/thecontortionist

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Category: Magazin, Reviews

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