Centao – The Look – The Wait – The Kill

| 4. Mai 2011 | 0 Comments

Band

Wer wieder mal Nachschub in Sachen „Amerikanisch angehauchter Alternative-Rock“ braucht, darf in diesen Tagen nach Oberösterreich schauen. Centao, die man inzwischen wohl getrost als Veteranen der Szene bezeichnen darf, veröffentlichen ihr neues Album „The Look – The Wait – The Kill“. Und ja, das sind di

e, die schon auf großer Bühne die Vorband für Guns’n’Roses machen durften.

Kaum zu glauben, dass man hier vier Jungs aus dem Land der Alpen zuhört. „The Look – The Wait – The Kill“ klingt über weite Strecken wie die Schnittmenge aus allem, was die amerikanische Rockszene im letzten Jahrzehnt hervorgebracht hat. Ein bisschen Staind hier, ein Hauch Mudvayne da, zum Drüberzuckern etwas Chris Daughtry – fertig ist das Gitarren-Album für den geneigten Nicht-zu-hart-Hörer. Das schmeckt dann über weite Strecken ganz fein und bringt auch richtige Highlights hervor, wie den melodischen Brecher „Addicted To You“ oder die Vorabsingle „Nothing“.

Handwerklich sauber, amtlich produziert, präsentiert sich das Album dann aber für den letzten Feinschliff zu brav. Manchmal wartet man darauf, dass sich ein Song jetzt endlich mal selbst mit Dreck bewirft, nur um dann in den nächsten Sing-Along-Refrain reinzurutschen, so gehört etwa bei „When Our Days Fade To Gray“. Etwas mehr Einfallsreichtum beim Songwriting hätte den grundsoliden Rocksongs durchaus gut getan. Und bei Songs wie „How I Feel“ wird’s dann in den Lyrics sogar ein bisschen cheesy.

Centao scheinen also eher mehr auf die breite Masse zu schielen, als das letzte bisschen Energie in die Songs zu stecken. Trotzdem bleibt „The Look – The Wait – The Kill“ gutes Rockfutter, nur manchmal wünscht man sich eben, dass die Band ein bisschen den Fuß von der Bremse nehmen würde.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 15.04.2011
Erhältlich über: MoRock Records

Website: www.centao.com
Myspace: www.myspace.com/centao

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Category: Local Bands, Magazin, Reviews

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