Firebreather – Blood That I Spill Turns To Fire

| 13. Oktober 2026 | 0 Comments
Firebreather

(c) Jonas Andersson

Zentnerschwere Lasten, süssliche Riffs und erstaunliche Emotionalität zeichnen Firebreather aus. Das 2016 im schwedischen Göteborg gegründete Trio versteht sich – ganz untypisch – auf eine Kombination aus Sludge und Doom Metal, veröffentlichte bislang drei Alben und tourte fleißig durch ganz Europa und Nordamerika. Ihre erdrückende Heavyness kultivieren die Herren aus dem hohen Norden neuerdings bei Heavy Psych Sounds und untermauern mit „Blood That I Spill Turns To Fire“ eindrucksvoll, dass sie trotz Vergleichen mit Giganten wie High On Fire und Monolord weiterhin felsenfest auf eigenen Beinen stehen.

Der Titelsong „Blood That I Spill Turns To Fire“ macht angenehm laut und deutlich, warum derlei Parallelen nicht von ungefähr kommen. Ein scharfkantiges Riff tritt eine kolossale Druckwelle los, die stoische Rhythmusabteilung klingt so massiv wie menschenmöglich und Mattias Nööjds kraftvoller, leicht verplanter Gesang schneidet mit hypnotisierender Urgewalt durch das Dickicht. Speziell die kleinen, aber feinen Harmonien im kurzen Hauptteil brennen sich ein. Was furztrocken und doch bittersüß loslegt, blüht nach einer kurzen Zäsur durch pure Entschleunigung auf. Zermürbende Doom-Heavyness drängt sich an vorderste Front und serviert bekömmliche Ernüchterung.

Tatsächlich ergibt diese monolithische Kombination einen packenden Ohrwurm – und keinesfalls den einzigen auf dieser Platte. Mit seinem wiederholt wechselnden Tempo und lebendigen Gesang brennt sich auch „Against The Light“ binnen kürzester Zeit ein. Die mal schwerfällige, mal regelrecht erdrückende Präsentation macht Laune, ebenso der kurze psychedelische Exkurs mittendrin. Im eröffnenden „Only In The Eyes Of Others“ darf die Gitarre schrill und metallisch aufheulen, bevor ein regelrechter Sludge-Doom-Stomper geradezu erschlägt. Zähe, zermürbende Wucht und ein angenehm verspieltes, melodisches Solo gehen eine Art unheilige Allianz ein.

Diese Platte zieht, schabt, scheuert und ist trotz oberflächlich unbequemem Auftreten ein kleines Juwel geworden. Firebreather statten ihren eigentlich massiven, zermürbenden Doom-Sludge-Hybrid mit bekömmlichen Riffs und eindringlichen Melodien aus, begleitet von einer kraftvollen, packenden und vergleichsweise klassisch-metallischen Stimme. Entsprechend zerrt „Blood That I Spill Turns To Fire“ konstant von einem Extrem zum nächsten, gibt sich emotional offen und herausfordernd, und ist mit seinem konstanten Wechselbad greifbarer Gefühle mitreißend, massiv, durchaus eindringlich unterwegs. Firebreather schaffen frischen Wind inmitten angenehm zermürbender Heavyness.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 16.10.2026
Erhältlich über: Heavy Psych Sounds Records (Cargo Records)

Facebook: www.facebook.com/firebreathergbg

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Category: Magazin, Reviews

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