Paganizer – As Mankind Rots

| 1. Februar 2026 | 0 Comments
Paganizer

(c) Paganizer / Xtreem Music

Über Death-Metal-Papst Rogga Johanssen muss im Grunde nichts gesagt werden. Mit seinen unzähligen Bands und einem erstaunlichen Händchen für mächtige Songs der alten Schule, die dennoch stets felsenfest im Hier und Jetzt verankert sind, wirft er ein Album nach dem nächsten ab. Aktuell ist wieder Paganizer, sein wohl bekanntester Schauplatz, an der Reihe. 14 Monate nach „Flesh Requiem“ landet mit „As Mankind Rots“ bereits das 14. Studioalbum und serviert – im besten Sinne – hochgradig vertraute Kost.

Dass hier rein gar nichts dem Zufall überlassen wird, zeigt sich ab der ersten Sekunde, wenn der Titeltrack ohne Intro durchstartet und direkt alles zerlegt. Johanssen klingt so wütend und heiser wie eh und je, seine seit mittlerweile über zehn Jahren bestehende Mannschaft klingt präzise und eingespielt. Natürlich setzt es Death Metal der alten Schule mit dezenten melodischen Elementen, und das folgende „Devoured“ legt gleich noch einen drauf. Der lockere Entombed-Groove passt prima zur zermübenden Intensität, das Bollwerk rollt wieder und wieder an. Ruppiger Mut zur Hässlichkeit macht Laune.

Tatsächlich hat diese Platte den einen oder anderen Mini-Hit zu bieten. Wie „Afterworld“, das dafür eigentlich zu wütend und kantig wirkt, das Gaspedal gelegentlich durchdrückt und doch immer wieder zu diesem knorrigen Hauptriff zurückfindet, das sich ebenso einbrennt wie der melodische Solopart. Das frontale „Put On Your Gasmask“ holt sich etwas Unleashed-Energie hinzu und geht nicht mehr aus dem Ohr, Sirenenwarnung inklusive. Zum Abschluss setzt es eine Neuaufnahme des 2020 für eine Compilation eingespielten „Vanans Makt“. Große Überraschung sind natürlich die Gast-Vocals von Bulten. Die Sängerin der Punk-Band Lastkaj 14 entführt den Melodic-Death-Track in komplett neue Welten. Das braucht ein wenig, macht aber Laune.

Von diesem ungewöhnlichen wie mitreißenden Ausreißer abgesehen, klingen Paganizer exakt so, wie man sich das erwarten konnte. Hier regiert Old-School-Death-Metal-Urgewalt in Reinkultur, mal groovend, mal melodisch, mal knüppelhart. Johanssen klingt bestens aufgelegt und zerbrüllt die elf Tracks mit wachsender Begeisterung, die Riffs machen Laune und die Rhythmusabteilung zerlegt alles mit chirurgischer Präzision. „As Mankind Rots“ knüpft locker an die bisherigen Paganizer-Platten an und illustriert einmal mehr, warum Rogga Johanssen ein Meister seines Fachs ist.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 05.02.2026
Erhältlich über: Xtreem Music

Facebook: www.facebook.com/paganizersweden

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Category: Magazin, Reviews

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