Spirit Adrift – Divided By Darkness

| 8. Mai 2019 | 0 Comments
Spirit Adrift

(c) Joey Maddon

Spirit Adrift haben das Zeug zum großen Durchbruch. Das deutete bereits ihr 2017 erschienenes zweites Album „Curse Of Conception“ an, das wird jetzt noch deutlicher. Von den doomig angehauchten Wurzeln konnte sich das Quartett aus Phoenix, Arizona mittlerweile fast komplett befreien und setzt stattdessen auf relativ traditionellen, direkten Heavy Metal. „Divided By Darkness“ setzt die Serie an starken Platten souverän fort.

Den stärksten Song ihres Drittlings lassen die US-Amerikaner gleich zu Beginn los. Donnernde Drums eröffnen „We Will Not Die“, erst nach einer knappen Minute entführt das süffige Hauptriff in die druckvolle Strophe. Nathan Garretts Vocals erweisen sich als erdig, in sich ruhend und doch fordernd, wirken über weite Strecken wie ein weiteres Instrument im Herzen dieser furiosen Hymne. Die Anhebung gen Refrain fällt dezent aus, der Effekt dafür umso wuchtiger – fünf Minuten pure Metal-Magie nehmen ihren Lauf. Der anschließende Titelsong „Divided By Darkness“ gibt sich eine Spur langsamer und bleierner, baut seine einnehmende Präsenz über Druck und mächtige Drumsalven auf. Hier lassen sich gewisse doomige Überreste noch spüren.

Über weite Strecken gerät das neue Spirit Adrift-Album zum musikalischen Siegeszug. Zwar haben sich auch ein paar gutklassige Standards, wie das kurzweilige, sich dennoch wiederholende „Hear Her“ eingeschlichen, aber das soll nicht weiter stören. „Angel & Abyss“ hat mit kleineren Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen, meistert die Herausforderung der Power-Ballade letztlich aber stark, vor allem sobald die zweite Stufe zündet. „The Way Of Return“ bewegt sich in ähnlichen Gefilden und nimmt hymnische Züge an, während „Living Light“ an die furiose Energie des Openers anknüpft.

Pure Metal-Power trifft umwerfenden Charme: Was Spirit Adrift machen, ist keinesfalls neu, wohl aber sehr unterhaltsam. Auch „Divided By Darkness“ reiht sich in die Riege starker Platten ein und sollte sich mit seiner stärkeren Hinwendung zu traditionelleren Klängen neue Freunde machen. Der große Wurf scheint zum Greifen nah. Harte Arbeit und hohes Musikverständnis sprechen dafür.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 10.05.2019
Erhältlich über: 20 Buck Spin (Soulfood Music)

Facebook: www.facebook.com/SpiritAdrift

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Category: Magazin, Reviews

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