Terrorizer – Caustic Attack

| 12. Oktober 2018 | 0 Comments
Terrorizer

(c) The End Records

Wenn Pete Sandoval nicht gerade mit Morbid Angel beschäftigt ist, widmet er sich Terrorizer, seiner eigentlichen ersten Band. Die Deathgrind-Veteranen lassen sich angesichts diverser Nebenschauplätze ordentlich Zeit mit neuer Musik, und so vergingen mächtige sechs Jahre seit „Hordes Of Zombies“. Sandoval musste erst wieder komplett fit werden und eine schwere Rückenverletzung ausheilen lassen, doch nun rumpelt „Caustic Attack“ mit wachsender Begeisterung aus den Boxen.

Überraschungen bleiben aus: Terrorizer schrauben das Tempo hoch, grooven zwischendurch ein wenig und befassen sich mit den Katastrophen der Gegenwart. „Turbulence“ passt somit als Opener in gleich mehrfacher Hinsicht. Der Songtitel trifft ins Schwarze, die Lyrics gehen nach vorne und das brachiale Tempo kennt nur ein Gas: Vollgas. Sam Molinas gewohnt fiese Stakkato-Growls wirken aggressiver denn je, begleitet von rasenden Attacken und überraschenden Midtempo-Einschüben.

Alles also wie immer? Kann man so sagen, zumal die etwas längeren Tracks ebenso ins Schwarze treffen. „Trench Of Corruption“ zeigt sich beispielsweise angenehm vielschichtig, drängt mit wachsender Begeisterung in gleich mehrere Richtungen und packt im richtigen Moment die Brechstange aus. Da bleibt sogar Platz für zwischenzeitliche Thrash-Riffs, wenn auch nur im Kleinen. Im Rausschmeißer „Wasteland“ macht sich sogar überraschend höllische Stimmung breit. Das musikalische Pulverfass droht jederzeit zu explodieren; und plötzlich wird alles still.

Nüchtern betrachtet, ist bei Terrorizer alles wie gehabt: „Caustic Attack“ legt mit Höllentempo los, wechselt zwischendurch in klassische Death-Metal-Gefilde und lässt beide Welten mehr und mehr zusammenlaufen. Das mutet im besten Sinne mächtig und mitreißend an – eben exakt so, wie man sich das von den Deathgrind-Urvätern mittlerweile erwartet. Auf diese Urgewalt wartet man gerne etwas länger.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 12.10.2018
Erhältlich über: The End Records / Rykodisc (Warner Music)

Facebook: www.facebook.com/terrorizerofficial

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Category: Magazin, Reviews

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