We Hunt Buffalo – Living Ghosts

| 21. September 2015 | 0 Comments
We Hunt Buffalo

(c) Fuzzorama Records

Die Gitarren sind auf Fuzz gestimmt, die School of Rock hat Tag der offenen Tür: Als We Hunt Buffalo 2010 debütierten, wurden sie als potentielle Retter des guten, alten Rock’n’Roll gesehen – wie so viele andere Bands vor und nach ihnen auch. Seither haben die Kanadier ihren leicht psychedelischen, leicht schmutzigen, überaus bärtigen Sound gefunden und sind nach einem Album und zwei EPs – passenderweise – bei Fuzzorama gelandet. „Living Ghosts“, ihr zweiter Longplayer, rettet ein weiteres Mal.

Wie bei so vielen anderen Kollegen auch, steht bei We Hunt Buffalo das allmächtige Riff im Zentrum der Bemühungen. „Back To The River“ eröffnet beispielsweise mit einem dieser Monster, bevor sich eine ruhige, psychedelische Strophe aufmacht, einen komplett konträren Effekt zu erzielen – mit Erfolg. Bissiger, kraftvoller Gesang, majestätische Harmonien, Stoner-Abfahrten und Soli nebst vereinzelten Schreien erinnern an einen Streifzug durch die Karriere Mastodons; gewiss nicht zum letzten Mal.

Vor allem die erste Hälfte des Albums hat es in sich mit dem vorläufigen Höhepunkt „Comatose“, der Baroness ordentlich Konkurrenz macht. Auch hier wird abermals auf melodischer Ebene Großes geleistet, natürlich mit passend ätherischen Vocals. Für „Prairie Oyster“ hingegen wechselt der Schauplatz ein wenig mit spitzen Schreien und Hardcore-Ursuppe, die schließlich einem der härteren Stoner-Tracks Platz macht – eine Energie, die mit Abschlägen in „Looking Glass“ gefunden wird, bevor We Hunt Buffalo den Pfad der endlosen Jam Session einschlagen.

Insgesamt ist die zweite Albumhälfte eine Spur schwächer, allerdings ebenso unterhaltsam. In „Living Ghosts“ kann man sich prima verlieren, die Zeit vergessen, in gänzlich neue, unvertraute Sphären abtauchen. Dabei lassen sich stets bekannte, heimelige Elemente entdecken, eben eine kleine Rundreise durch das Schaffen der bärtigen Kollegen mit zusätzlichem Psychedelic-Einschlag. We Hunt Buffalo befinden sich auf dem richtigen Weg und könnten verdammt starke Riffs schreiben. Bloß müssen sie diese Form noch auf Albumlänge halten.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 25.09.2015
Erhätlich über: Fuzzorama Records (Cargo Records)

Website: www.wehuntbuffalo.com
Facebook: www.facebook.com/wehuntbuffalo

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Category: Magazin, Reviews

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