Svin – Svin

| 30. März 2015 | 0 Comments
Svin

(c) Nick Hune

Hinter Svin (dt. „Schweine“) stecken vier Dänen, die Jazz mit Metal kreuzen und sich international bereits einen veritablen Ruf für rein instrumentale Experimentalmusik erarbeiten konnten. Ihre ersten beiden Alben stellten das Quartett im Rahmen extensiver Live-Aktivitäten vor und auch für Mai diesen Jahres ist bereits eine extensive Europatour, die Svin am 20. Mai nach Graz ins Wakuum und tags darauf ins Wiener fluc führen wird, anberaumt. Mit im Gepäck: ihr drittes Album „Svin“.

Freilich ist Album in diesem Fall ein großzügig bemessener Begriff, denn mit etwas mehr als 28 Minuten Spielzeit liegt die sprichwörtliche Würze in der Kürze dieser sechs Songs. Zusammenfassen lässt sich die Herangehensweise der Dänen wohl am besten im abschließenden, knapp neunminütigen „Fede Piger“. Hier treffen schroffe Post Rock-Bauten mit metallischem Twang auf Saxophon und Keyboards für einen Höllenjam, in dessen Rahmen Ihsahn mit Mogwai kollidiert.

Das Gehörte pendelt zwischen idyllischer Entspannung mit Hornbegleitung („Alt“), ausgelassener Jazzcore-Weirdness („Fuck John“) und beißender, bockiger Härte („Maharaja“). Geistige Gesundheit wird für Svin wohl überbewertet – eine derart wahnwitzig fatalistische, positiv kaputte, hypnotisierende und – schlicht und ergreifend – schräge Platte hat man schon lange nicht gehört. Das dritte Album ist anstrengend, widerspenstig, bedrohlich und überwältigend zu gleichen Teilen, meist schwer bis kaum zu hören oder zu greifen, stets aber ein positiv perverses Faszinosum.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 03.04.2015
Erhätlich über: PonyRec

Website: www.svin-music.com
Facebook: www.facebook.com/SVINmusic

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Category: Magazin, Reviews

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