Texas In July – Bloodwork

| 2. Oktober 2014 | 0 Comments

Texas In July

Eine der besten technischen Metalcore-Kapellen der letzten Jahre beehrt die Fangemeinde wieder mit einem neuen Album. Texas In July stellen mit ihrem mittlerweile vierten Studioalbum „Bloodwork“ auch gleich einen neuen Mann im Bandgefüge vor: J.T. Cavey heißt der Mann und fungiert nun als neuer Schreihals der Truppe. Jedenfalls gibt es auf der neuen Scheiblette einmal mehr qualitativ hochwertige Core-Kost aus Pennsylvania.

Im Opener „Broken Soul“ kommen die Jungs sofort zur Sache. Gitarren und Drums holzen um die Wette, grooven während den Strophen im Einklang und reißen schließlich im Refrain alles nieder. Dieses Muster zieht sich auch durch die restlichen zehn Songs. Allerdings streuen die Jungs immer wieder kleinere progressive Spielereien ein, klingen dabei aber nie zerfahren oder planlos. Jedes Instrument ertönt dabei mit ordentlich Schmackes aus den Boxen und bietet im Gesamtpaket Caveys Lunge den richtigen Nährboden. „Sweetest Poison“ geht mit stimmigen instrumentalen Interludes und semi-cleanen Vocals durch Mark und Bein.

In „Defenseless“ kommen Freunde des gepflegten Breakdowns auf ihre Kosten, während der Lancaster-Fünfer in „The Void“ und „Inner Demons“ vertrackte Geschütze auffährt. Im stimmigen, rein instrumentalen „Decamilli“ darf sich die Instrumental-Fraktion der Truppe mal etwas austoben, bevor Cavey im Refrain zu „Noose“ mit dem sprichwörtlichen Zug drüberfährt. Auch im letzten Viertel gibt es mit „The Tightrope“ und dem mal frickeligen, mal alles zermalmenden Titeltrack weiterhin solides Ohrenfutter.

Große Experimente, wie von den Kollegen in August Burns Red, darf man sich von Texas In July nicht erwarten, auch wenn man weiß, dass es die Jungs gebacken kriegen würden. „Bloodwork“ ist ein überdurchschnittlich gutes Stück Metalcore, das an der Live-Front 100%ig ihre Quote erfüllen wird. Ein paar zusätzliche Standout-Tracks der Marke „Sweetest Poison“ oder dem Titeltrack hätten es aber ruhig sein können.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 19.09.2014
Erhältlich über: Redfield Records (AL!VE)

Website: texasinjuly.com
Facebook: www.facebook.com/texasinjulyband

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Category: Magazin, Reviews

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