Call Of The Void – Dragged Down A Dead End Path

| 11. März 2013 | 0 Comments

Call Of The Void

Geht es um gehaltvollen Krach, treten die Herrschaften von Relapse auf den Plan – einmal mehr. Ihr neuestes Signing sind Call Of The Void aus Boulder, Colorado, ehemals als Ironhorse unterwegs. Musikalisch bewegt sich das Quartett irgendwo zwischen Grind, Noise und Sludge, Napalm Death, Mastodon, Converge und Pig Destroyer werden als ungefähre Referenzpunkte genannt. Entsprechend brachial und ungestüm gestaltet sich das Debütalbum „Dragged Down A Dead End Path“.

Für die nächsten 25 Minuten ist es wohl die sicherste Lösung, sich fest anzuschnallen und von der Außenwelt abzuschotten. Druckwelle über Druckwelle rollt aus den Boxen, getragen von einer schlichten aber effektiven Produktion, die den brutalen, dreckigen Charakter dieses Albums optimal in Szene setzt. „Failure“ kommt nur langsam auf Touren, lässt sich dann jedoch kaum aufhalten. Das Tempo ist hoch, Steve Vanicas Growls fahren durch Mark und Bein, die dezenten Sludgecore-Untertöne, die an die Anfangszeit Mastodons erinnern, kollidieren mit Nasum-Grind. In dieser Gangart geht es weiter, wobei gerade die längeren Songs für ein wenig Abwechslung sorgen. „Breedings Grounds“ baut sogar so etwas wie ein Groove-Breakdown ein, das natürlich nur kurz für Auflockerung sorgt. Die ausgedehnten Midtempo-Passagen in „Endless Ritual Abuse“ werden dem Songtitel gerecht, denn sobald die US-Amerikaner das Gaspedal durchtreten, wirken sie um einiges aggressiver, scheinen kaum zu bändigen zu sein.

So und nicht anders hat kontrolliertes Chaos zu klingen. „Dragged Down A Dead End Path“ fährt Attacke über Attacke, mischt Grind-Charme mit kontrolliertem Chaos und ein wenig Groove, feuert manische Riffs im Akkord (höhö) ab, zusammengehalten von fiesen, durchdringenden Vocals. An der Spielzeit scheiden sich die Geister: 25 Minuten sind sehr wenig, reichen in diesem Fall gerade so aus. Ein bis zwei weitere Songs hätte man locker mitnehmen können, angesichts der Intensität dieses Debüts geht das jedoch in Ordnung. Call Of The Void versprechen viel und lassen auf eine ähnlich brachiale Zukunft hoffen.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 15.03.2013
Erhätlich über: Relapse Records (Rough Trade Distribution)

Facebook: www.facebook.com/CalloftheVoid303

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Category: Magazin, Reviews

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