Veil Of Maya – Eclipse

| 28. März 2012 | 0 Comments

Veil Of Maya

Nach zwei starken Veröffentlichungen ist auch die US-Tech-Deathcore-Formation Veil Of Maya beim berüchtigten dritten „Make it or break it“-Album angelangt. Eines schon mal vorweg, Sorgen um die Existenz muss sich das Quartett aus Illinois auch weiterhin keine machen. Natürlich ist technische Virtuosität nicht mit Innovation gleichzusetzen. Jedoch ist „Eclipse“ ein weiteres Beispiel dafür, dass die Amis zu Recht zu einem der Aushängeschilder im modernen Extrem-Metal-Sektor zählen.

Nachdem die beiden Vorgänger noch von Michael Keene (Axtmann bei The Faceless) produziert wurden, hat man für die neueste Langrille niemand Geringeren als Periphery-Riffmeister Misha Mansoor hinter die Regler gepflanzt. Folglich werden diversen Sound-Elitisten die Periphery-Parallelen nicht entgehen. Das Resultat ertönt mit merklich mehr Punch aus den Boxen, ohne die melodischen Aspekte zu sehr in den Hintergrund zu drängen. Fakt ist, dass sich der Sound mehr als hören lassen kann. Haben Sie gut gemacht, Herr Mansoor.

Aber was wäre eine makellose Produktion, wenn die songwriterischen Fähigkeiten auf der Strecke bleiben. Auch in dieser Hinsicht haben die Jungs ihre Hausaufgaben gemacht. Zwar zählen polyrhythmische Stakkato-Riffs und präzise Doublebass-Attacken immer noch zum Hauptbestandsteil der Mixtur, aber glücklicherweise verliert sich der Vierer nie in zu ausuferndes Tech-Geschrammel. Dafür sorgen alleine schon die zum Großteil sehr kurz und tight gehalten Tracks, welche die Dreiminutengrenze kaum überschreiten.

Dadurch, dass eine Menge in den Songs passieren zu scheint, fällt die kurze Spielzeit (etwas über 28 Minuten) nicht weiter schwer ins Gewicht. „Punisher“ groovt, „Winter Comes Soon“ reißt dem Hörer geradewegs die Rübe runter und das überraschend eingängige Instrumental „Eclipse“ strotzt vor wunderschönen Gitarrenharmonien. Sehr selten kommt es vor, dass diverse Blastbeats episch anmutenden Songs („Enter My Dreams“) etwas den Wind aus den Flügeln nehmen. Für gewöhnlich erfüllen die Drum-Attacken ihren Zweck und geben einem musikalischen Dampfhammer wie „Vicious Circle“ den zusätzlichen wahnwitzigen Touch.

Sumerian Records hat einmal mehr Grund dazu, stolz auf seine Schützlinge zu sein. Veil Of Maya hinterlassen mit „Eclipse“ einen bleibenden Eindruck im Veröffentlichungsreigen des noch jungen Jahres. Für Bands wie After The Burial, Born Of Osiris und Co. gilt es nun ranzuklotzen, wenn sie weiterhin um den Tech-Metal-Thron wetteifern wollen.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 23.03.2012
Erhältlich über: Sumerian Records (Soulfood Music)

Facebook: www.facebook.com/veilofmaya

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Category: Magazin, Reviews

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