Death Destruction – Death Destruction

| 30. Oktober 2011 | 0 Comments

Death Destruction

Wenn sich Mitglieder von namhaften Bands zu einem Allstar-Projekt zusammenschließen, steht das nicht automatisch für Qualität. Namedropping bezahlt oftmals die halbe Miete und die Songs bleiben auf der Strecke. Zum Glück trifft das nicht auf Death Destruction zu. Henrik Danhage (Evergrey), Fredrik Larsson (Hammerfall), Jonas Ekdahl (Evergrey) und Jimmie Strimell (Dead By April) haben sich zusammengetan, um fernab der Genre-Gewässer ihrer Stammbands zu holzen und zu knüppeln. Ganz recht, mit Power Metal, progressiven Spielereien und Pop-Refrains hat das selbstbetitelte Debütalbum des Göteborg-Vierers nämlich überhaupt nichts am Hut.

Bereits beim Opener „The Shredding March“ ist der Titel Programm. Der Sound der Schweden hat sich modernem Death Metal mit einer kräftigen Portion Groove verschrieben. Strimells Vocals wirken dabei so gnadenlos wie ein grobkörniges Schleifpapier nach einer Nassrasur. „Kill It!“ ist ein echtes Groove-Monster, welches man beim nächsten Trip über den Wüstenhighway im Auto nicht vergessen sollte. Ähnliches gilt für das tonnenschwere „Fuck Yeah“. Die Nummer hätten Max Cavalera und Co. auch nicht besser gemeistert. Der Call-And-Response-Refrain sorgt bestimmt auch im Live-Format für ordentlich Stimmung und hochgereckte Fäuste.

Bei den insgesamt elf Tracks dominiert ganz klar die Midtempo-Walze, dennoch bekommt man bei Songs wie „Silence“ und „Purified“ auch den einen oder anderen Blastbeat um die Ohren gepustet. Danhage ist sich auch nicht zu schade rotzige, bluesige, teils fast schon psychedelische Soli einzustreuen („Mark My Words“, „Sea Of Blood“). Bei „Day Of Reckoning“ begibt man sich dann auch mal auf den Melodic Death-gefärbten Pfad, um nicht komplett im Groove-Wald verloren zu gehen.

Death Destruction sind eindeutig mehr als ein Haufen zusammengewürfelter Szene-Größen. Aggressivität, Kompromisslosigkeit und eine ordentliche Stinkefinger-Attitüde sind hier die Devise. Fans der jeweiligen Stammkapellen mögen bei diesem Debüt des Quartetts die Stirn runzeln, aber für Freunde des gepflegten Grooves und Dampfwalzen-Riffs der Marke Lamb Of God, Soulfly und Pantera, führt hier kein Weg vorbei.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 28.10.2011
Erhältlich über: Columbia Records (Sony Music)

Website: deathdestruction.com
Facebook: www.facebook.com/DeathDestructionOfficial

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Category: Magazin, Reviews

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