Jasta – Jasta

| 21. Juli 2011 | 0 Comments

Jasta

Eine Soloplatte von Jamey Jasta? Scheinbar ist der Brüllwürfel mit Hatebreed, Kingdom Of Sorrow, Icepick, seinem Label Stillborn Records und seiner Bekleidungsfirma Hatewear nicht vollends ausgelastet. Als reine Soloplatte bezeichnet er „Jasta“ allerdings nicht, sondern als „eine Band mit einem klar identifizierbaren kreativen Käpt’n“ – Danzig soll als Vergleich hinhalten. Gemeinsam mit den von Kingdom Of Sorrow bekantnen Bellmore-Brüdern Nick und Charlie groovt er sich durch eine Platte mit zahlreichen Gästen und einer großen Überraschung: Jamey Jasta kann singen. Und wie.

Die erste Hälfte bestreitet Jasta alleine und gibt Vollgas. „Walk The Path Alone“ hätte auch hervorragend auf das letzte Hatebreed-Album gepasst. Besonderes Highlight: Im Ansatz erinnert das bissige Solo an „More Human Than Human“ von den X-ecutioners. In „Mourn The Illusion“ singt der gute Mann tatsächlich, unterstützt von fiesen Squeals. Ohne Frage platziert sich Jasta mit diesem Refrain im Metalcore-Grenzgebiet, macht seine Sache verdammt gut; eingängig hoch 10. Gerade das mächtig groovende, auf Midtempo ausgerichtete „Nothing They Say“ weiß zu überzeugen: Jastas mit Abstand radiotauglichste Nummer erinnert an die ruhigen Trivium-Momente, bietet überraschend klassischen, mächtigen Metal-Sound.

Mit „Something You Should Know“ startet Jasta die große Gast-Offensive. Phil Labonte von All That Remains sorgt hier für die entsprechenden Akzente, nur um kurz darauf von Randy Blythe in Grund und Boden gekeift zu werden. Was der Lamb Of God-Frontmann in „Enslaved, Dead Or Depraved“ aus seinen Stimmbändern holt, ist an höllischer Energie kaum zu überbieten. Selbst Jamey Jasta selbst wirkt neben ihm wie ein Statist. Blythes Bandkollege Mark Morton veredelt hingegen „Death Bestowed“ mit einem feinen Solo. Neben Tim Lambesis (As I Lay Dying, Austrian Death Machine) und Profi-Skater Mike Vallely hat auch Black Label Society-Fronter Zakk Wylde seinen großen Auftritt. „The Fearless Must Endure“ wird von ihm nach allen Regeln der Kunst zershreddet.

„Jasta“ ist eine echte Überraschung. Nicht nur, dass die Gastauftritte überaus gelungen sind – Blythes Keifattacke in „Enslaved, Dead Or Depraved“ muss ein weiteres Mal hervorgehoben werden – auch in punkto Songwriting und Gesang weiß Jamey Jasta zu überzeugen. Die Songs übertreffen größtenteils das letzte Hatebreed-Album, der Klargesang mit Metalcore-Schlagseite ist eine charmante neue Facette im Schaffen des gelernten Brüllwürfels. Sauberes „Solodebüt“ von einem der hardest working men in metal today.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 22.07.2011
Erhätlich über: Century Media (EMI Music)

Website: www.jameyjasta.com
Facebook: www.facebook.com/JastaHQ

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Category: Magazin, Reviews

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